Der Skulpturenpfad verbindet Kloster und Stadt. 

Skulpturenpfad 

Kunst verbindet Stadt und Kloster

Fürstenfeldbruck - Einen künstlerische Brücke zwischen Kloster  und Stadt sollen sie schlagen, die zehn Skulpturen, die  kürzlich aufgestellt wurden. Entstanden sind sie bei einem Bildhauersymposium der Künstlervereinigung – bestaunt werden können sie von Jedermann.

Zwei Jahre lang sollen die Skulpturen stehen bleiben. Ansonsten hätten sich die teils sehr aufwendigen Arbeiten beim Aufstellen auch nicht rentiert. Bei der Zufahrt zum Parkplatz des Veranstaltungsforums etwa legte Hilde Seyboth an Ort und Stelle letzte Hand an. Sie gab ihrem „Labyrinth“ den letzten Anstrich in Blau- und Grüntönen und kam trotz früher Vormittagsstunde ordentlich ins Schwitzen. Ihre Skulptur besteht aus 60 Robinien-Baumstämmen, die grünen Kernhölzer markieren die Eingänge ins Labyrinth, das begehbar ist.

Ein paar Schritte weiter, beim Amperkanal an der Waghäuslwiese, stieg Künstlerin Esther Balázs persönlich ins kühle Nass, denn ihr ausladendes Kunstobjekt „Winkel“ wurde per Kran zu Wasser gelassen. „Das künstlerische Wechselspiel mit dem Element Wasser reizt mich“, verriet Balázs. Eine Auflage der Ausschreibung war der Bezug zu Fürstenfeldbruck und die Lage zwischen Kloster und Stadt. „Gerade die Amper nimmt als Erholungs- und Naturbereich innerhalb Brucks ein sofortiges Augenmerk ein.“

Ihr roter Stahlwinkel (6 x 3,50 Meter) gehe mit der dahinterliegenden Klosterarchitektur, aber auch mit der gesamten Grünanlage eine wechselseitige Beziehung ein – die Spiegelung im Wasser lässt zudem eine bewegte geometrische Gesamtform entstehen.

Unter dem Holzpavillon auf der Waghäuslwiese liegt ein großes hölzernes Samenkorn, gestaltet von Hermann Bigelmayer. Neben fünf Mitgliedern der Brucker Künstlervereinigung stellen auch fünf Gastkünstler ihre Werke aus. Laut Balázs bestehe die Option, dass die Stadt zwei davon erwerben kann.

Im Weiher, hinter dem Parkplatz des Veranstaltungsforums, thront weithin sichtbar der rote Bambusturm von Peter Neuberger. Die Skulptur wurde so unter Wasser befestigt, dass der Anschein erweckt wird, sie schwebe. Gut ausgedacht, aber in der Ausführung nicht unproblematisch. Der rote Bambusturm sorgte auch nach dem Symposium für Wirbel. Nach dem vierten Windstoß, kurz vor dem Eröffnungs-Rundgang mit Kulturreferent Klaus Wollenberg, kippte das aus Bambusrohren zusammengebaute Gebilde in den Weiher.

Schon Tage zuvor hatte das Kunstwerk für innerfamiliäre Aufregung gesorgt: „Mein Mann zog sich beim Schweißen der Halterung eine Blutvergiftung zu und musste ärztlich behandelt werden“, berichtet Christiane Neuberger, die Ehefrau des Künstlers.

Schließlich wurde der rote Bambusturm vom Künstler nahe des Steges fixiert. Damit die Spiegelungen des luftigen Kunstwerkes besser zur Geltung kommen, ist geplant, den roten Bambusturm etwas mittiger im Weiher zu verankern.

Im kleinen Park am Gerblkeller überrascht die Spaziergänger die sechs Meter hohe Stahl-Skulptur „Vertikaler Fadenschein“ des Schondorfer Künstlers Thomas Lenhart. Mehrere Edelstahlseile sind sehr effektvoll in einen Rahmen gespannt. „Ich nenne das konstruktiver Minimalismus“, sagt Lenhart.

Was steht wo? 

1. Roter Stahlwinkel 

2. Großes Holzsamenkorn

3. Labyrinth aus Holzstämmen

4. Holzobjekte

5. 3-Träger-Last Figur

6. Roter Bambusturm 

7. Steinbuchstaben 

8. Steinobjekt auf Betonsockel 

nicht in Grafik: 

9. Eisenobjekt

10. Stahlfigur 

von Angi Kiener 

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