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So kennt man ihn: Peter Loder radelt häufig zu den Fußballplätzen im Landkreis. Der Sportchef beim Tagblatt feiert heute seinen 60. Geburtstag.

Glückwünsche zum Geburtstag

Der radelnde Sportreporter wird 60

Fürstenfeldbruck - Zehntausende Tore, viele Asse und Körbe: Seit der Lehre arbeitet Peter Loder beim Münchner Merkur – und hat sich dem Sport verschrieben. Ob Fußball, Tennis oder Basketball: Er ist dabei. Heute feiert der Tagblatt-Sportchef seinen 60. Geburtstag. Sport-Repräsentanten aus dem Landkreis gratulieren und verraten Geheimnisse.

Arbeitsalltag Anfang der 1990er-Jahre: Peter Loder mit Germering-Redakteur Klaus Greif. Der Sportchef zählt wohl gerade auf, was der Kollege auf der Sportseite zu beachten hat: Erstens, Zweitens, ...

 „Peter ist immer witzig und stets auf Sensationen aus. Er will es immer spektakulär bringen, vor allem die Überschriften müssen reißerisch sein“, sagt Uli Bergmann, Manager beim SC Oberweikertshofen, über den Brucker. Er wünsche ihm alles Gute und dass er der Sportredaktion erhalten bleibe: „Ich schätze Peter sehr, auch wenn er oft ein Schelm ist.“

Auch Dieter Bernhardt, ein ehemaliger Amateur-Nationalspieler, weiß, dass Loder seine Ohren immer ganz nah am Geschehen hat. Er hält ihn nicht immer für ganz objektiv – kommt aber ebenfalls gut mit ihm zurecht. „Trotz manchmal unterschiedlicher Meinungen wünsche ich ihm nur das Beste.“

„Er ist halt der Loder Peter!“


Albrecht Huber, früher Präsident beim SCF, heute Präsident vom Golfclub Rottbach, hat sich schon oft mit Loder auseinandergesetzt. Deshalb weiß er aus eigener Erfahrung: „Oft bringt er Geschichten, die denjenigen nicht passen. Wenn er mit seinem Radl in Emmering oder Bruck auftaucht, dann haben die Vereine gewusst, da ist was im Busch. Er beweist jedenfalls immer einen guten Riecher. Deshalb wird er von den Vereinen gefürchtet.“ Doch er komme gut mit dem Sportchef aus – „er ist halt der Loder Peter!“

In der Tagblatt-Redaktion: Ganz hinten im Eckerl arbeitet Peter Loder fleißig an seinen pro Tag ein bis vier Sportseiten - und immer wieder auch an ganz anderen Geschichten aus Stadt und Landkreis.

Hans Greben ist eine Brucker Trainerikone und trifft Peter Loder immer mal wieder auf einem Fußballplatz. Dann wird geratscht. „Als Trainer hatte ich mit ihm wenige Berührungspunkte“, sagt Greben. „Aber ich weiß, als liebes Kind will er nicht gelten. Er nennt stets Ross und Reiter, wenn es auch vielen Vereinen nicht gefällt.“ Auch er wünsche alles Gute „und dass er noch ein bisschen weiser wird“.

Glückwünsche kommen auch von Franz Ostermeir (VSST Günzlhofen): „Peter ist loyal und aufgeschlossen. Er hat sich mir gegenüber stets korrekt verhalten.“ Trotzdem gebe es natürlich mal Hick-Hack, „doch dann fasst er es am Ende witzig auf“. Loders Sohn Thomas spielte acht Jahre lang beim VSST Fußball, „dennoch hat er ihn nie herausgestellt“.


Manfred Kaltenhäuser, Präsident vom Boxclub Piccolo, haut auch sofort eine Antwort raus auf die Frage, was er denn zu Loder sagen könne: „Der Peter ist der Tagblatt-Sportexperte par excellence. Er weiß über die einzelnen Sportarten häufig besser Bescheid als die Vereinsfunktionäre.“

„Wenn es um was geht, dann ergreift der Peter die Initiative.“

Akif Nemutlu: „Ich kenne Peter 30 Jahre und er hat mich nie enttäuscht, war immer ehrlich. Das einzige, was er nicht gemacht hat: mit mir zusammen eine Reise in die Türkei. Irgendwann nehme ich ihn mit."

Weit über 100 Boxberichte habe Loder vom BC Piccolo veröffentlicht. „Einmal hat er sogar spontan den Arthur Abraham angerufen, als er erfuhr, dass unser Wolfgang Schwamberger seinen 80. Geburtstag feierte.“ Ihm hatte Abraham den ersten Deutschen Meistertitel in der Jugend zu verdanken, als Schwamberger Verbandsjugendtrainer war. „Abraham hat auch sofort seinen ehemaligen Trainer angerufen und ihm persönlich gratuliert“, erzählt Kaltenhäuser. „Wenn es um was geht, dann ergreift der Peter die Initiative.“

Prost, Peter! Spielleiter Bernd Reiser und Tagblatt-Mitarbeiter Dieter Metzler (r.) stoßen an. 

Christian Erdle, Schiedsrichter-Obmann der Gruppe FFB-Ammersee, lobt die Zusammenarbeit mit dem Sportchef: „Er stellt die Schiris schon lange nicht mehr als die Prügelknaben dar, sondern sachlich, korrekt und positiv. Er kennt sich aus im Landkreis und hat ,seine‘ Fußballvereine im Griff.“ Er hoffe, dass Loder noch einige Jahre so weiterarbeite.

Bernd Reiser, Leiter der Spielgruppe Nord, Zugspitze, kennt Loder seit 41 Jahren: „Wir haben uns in der legendären Edi-Bar, wo wir Stammgäste waren, kennengelernt. Nach einiger Zeit sind wir beide in Mammendorf in der gleichen Familie gelandet. Auch meine Frau Roswitha kennt den Peter seit 1976. Ich bin in Mammendorf hängengeblieben, Peter hat sein Glück in Emmering gefunden.“

Dann habe man sich aus den Augen verloren. „1992 haben uns mein Hobby, der Fußball, und sein Beruf wieder zusammengeführt.“ Und dann berichtet Reiser von einem Pakt: „Einmal hat der Peter zu mir gesagt, wir hören gemeinsam auf. Ich glaube, so lange kann ich nicht mehr warten.“

„Sport ist gesund. Auch wenn man nur darüber schreibt“, sagt Erich Raff, derzeit amtierender Bürgermeister in Bruck und langjähriger Sportreferent. Sporteln habe er den junggebliebenen Jubilar nie gesehen. Also müsse das Schreiben über den Sport auch jung halten, schmunzelt Raff. Er wünscht ihm genau das weiterhin.

von Dieter Metzler

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