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Im Scala wird derzeit fleißig gewerkelt. Theaterleiter Markus Schmölz hat dem Tagblatt erklärt, was alles erneuert wird.

Kino in der Buchenau wird umgebaut

Im Scala gibt's bald E-Tickets

Fürstenfeldbruck - Von Tag zu Tag macht die Film- und Tontechnik größere Sprünge. Das Scala-Kino ist deshalb gerade dabei, großräumig zu renovieren und umzubauen. Künftig kann man Karten beispielsweise online kaufen.

Das Kino ist geschlossen, aus den Sälen sind bereits alle Stühle verschwunden. Dutzende Handwerker sind damit beschäftigt, das Lichtspieltheater auf den neuesten Stand zu bringen. Sowohl in Sachen Sound und Filmoptik, als auch im Bereich Ausstattung und Design. Die Säle werden nach dem Umbau kaum wieder zu erkennen sein. Sämtliche Stühle werden erneuert und erhalten eine moderne Optik.

Zudem werden die Wände ein neues Design mit anderen Farben und etwas Glitzer bekommen. Die dafür benötigte Wandbespannung ist ein riesiges Stück Stoff, dass passgenau drei Wände verkleiden muss. Theaterleiter Markus Schmölz zollt gerade deshalb den Handwerkern großen Respekt: „Bereits beim Einpacken eines Geschenks kriege ich die Krise und wenn ich mir dann anschaue, was die Arbeiter hier leisten...“ Zudem ist die Wandbespannung nicht nur zur optischen Aufwertung des Kinos da, sondern ist in erheblichem Maße für eine gute Tonqualität zuständig.

Auch am Soundsystem in den Kinosälen wird mächtig geschraubt. Allerdings will man vorerst noch auf das neueste Soundsystem, Dolby Atmos, verzichten, da bisher noch kaum Filme auf dem Markt sind, die diesem gerecht werden. Zudem müsse man sich für dieses System erst einmal dementsprechende Lizenzen einholen und es bedürfe wohl eines kompletten Abrisses der Decke.

Schmölz selbst ist auch der Ansicht, man müsse nicht bei jeder Neuerung mitmachen – zumindest solange sie nicht ausgereift ist. So haben sich die Verantwortlichen auch gegen bewegliche Sitze entschieden. Die Besucher sollen keine Balance-Akte mit ihren Getränken und Popcorn vollbringen müssen, meint der 32-Jährige lachend. 

Eine der größten Neuerungen ist die Erweiterung auf E-Tickets. Dabei erwirbt man die Karten online und bekommt sie anschließend auf das Smartphone geschickt. Dadurch muss man nicht wie gewohnt eine halbe Stunde vor Filmbeginn im Kino sein. Das E-Ticketing soll vor allem die Zielgruppe der 14 bis 49-Jährigen ansprechen. Karten gibt es aber auch weiterhin auf dem herkömmlichen Weg.

Auf den Umbau hat sich das Scala knapp zwei Jahre vorbereitet. Aufgrund der Fußball-Europameisterschaft erscheinen momentan keine großen Filmproduktionen, sodass viele Besucher sowieso ausgeblieben wären. Schon am 30. Juni soll alles fertig sein. Dann läuft „Ice Age – volle Kollision voraus“.

Die Kosten für die Renovierung betragen über 300 000 Euro, die fast vollständig von der Betreiberin Susanna Mair getragen werden. Erstmals erhielt das Kino auch einen Zuschuss der Filmförderanstalt.

Das Scala selbst eröffnete im November 2005, damals liefen die Filme noch mithilfe eines Filmprojektors vom Band. Inzwischen wurden diese bereits von digitalen Projektoren ersetzt. Theaterleiter Schmölz ist sich sicher, dass diesen wiederum in wenigen Jahren von Laserprojektoren der Rang abgelaufen wird. Aber das ist bisher noch Zukunftsmusik.

von Matthias Kast

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