Begehung

So sieht’s aus im Lichtspielhaus

Fürstenfeldbruck – Die neue Interessengemeinschaft (IG) zum Lichtspielhaus hat zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung das alte Kinogebäude besichtigt. Nun will die IG möglichst bald ein tragfähiges Konzept vorlegen – denn nächsten März soll entschieden werden, wer das Kino betreiben darf.

Die Liegenschaftsverwaltung der Stadt und die Interessengemeinschaft informierten sich bei dem Rundgang über den baulichen Zustand geholt und die Pläne für die Umgestaltung des Kinos. Nun wisse man Bescheid und könne sich intern zusammensetzen, um die eigenen Ideen und Wünsche zusammenzufügen und damit ein tragfähiges Nutzungskonzept zu erstellen, sagt der Interims-Schriftführer der IG, Josef Greppmair.

Die IG Lichtspielhaus (v.l.): Josef Greppmair, Dr. Claudia Greppmair, Gerti Thaler, Lidja Bartels, Oliver Schmidt, Wolfgang Leitner und Dr. Richard Bartels

Dieses Konzept soll bald fertiggestellt werden, um den Stadträten eine belastbare Entscheidungsgrundlage an die Hand zu geben, wie sich die IG einen Betrieb vorstellt. Im Frühjahr 2017 soll dann der Kultur- und Werkausschuss entscheiden, wer als Betreiber des Kinos präferiert wird. Sollte sich nichts Unerwartetes in dieser Causa mehr tun, wird der Ausschuss wohl die Entscheidung zwischen dem Förderverein Lichtspielhaus und der IG haben. Letztere besteht zum Teil aus ehemaligen Mitglieder des Fördervereins.

Größter Unterschied bei der Konzeption der beiden Gruppen ist der Kinobetrieb. Beide Gruppierungen wollen zwar im alten, denkmalgeschützten Kino an der Maisacher Straße, das 1930 vom Architekten Adolf Voll errichtet wurde und eines der ältesten Kinos in Bayern ist, vor allem ein sogenanntes „Programmkino“ einrichten. Das bedeutet, dass dort anders als in den meisten Kinos zum Beispiel ältere Filmklassiker, Dokumentationen, Filme in Originalsprache sowie Arthouse- und Independent-Produktionen laufen würden.

Doch während der Förderverein diesen Betrieb in Eigenregie übernehmen und organisieren möchte, will die IG einen professionellen Kinobetreiber in das Gebäude bringen, der auf eigenes Risiko dort wirtschaftet. Einen Interessenten, der in München in diesem Gewerbe arbeitet, hätte die IG auch schon bei der Hand. „Er würde sich das zutrauen“, sagt Josef Greppmair.

Neben diesem Kinobetrieb würde einmal pro Woche ein Kulturtag anfallen – diesen würde die IG organisieren und gestalten. Die Räumlichkeiten sollen außerdem für Jubiläumsfeiern, Firmenveranstaltungen und Vereinszwecke zur Verfügung gestellt werden. Auch die Stadt könnte nach diesem Modell das Lichtspielhaus ein- bis zweimal im Monat nutzen. Außerdem will die IG sich bald als Verein konstituieren. (fd)

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