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„Guten Tag, wir sind Cheerio Joe“ (v.l.): Lukas Liebl (28, Bass), Sebastian „Pitti“ Pittrich (31, Gitarre, Gesang), Denise Möller (31, Gitarre, Gesang und Keyboard) und Max Spieler (23, Schlagzeug). 

Die vier nennen sich "Cheerio Joe"

Brucker Band bringt erste CD heraus

Fürstenfeldbruck – Ein „glückliches Ende“ verspricht der Albumtitel, doch eigentlich ist es erst der Anfang: Die vier Brucker Musiker von Cheerio Joe haben ihr erstes Album „Happy Ends“ fertiggestellt. Auf dem Weg dorthin gab es allerdings doch einige Schlenker.

Bis zum ersten Album war es für Cheerio Joe ein Weg mit einigen Besetzungs-Wechseln in der Band – nichts Ungewöhnliches für eine Gruppe in der Findungsphase. Cheerio Joe, das sind Denise Möller (31, Gitarre, Gesang und Keyboard), Lukas Liebl (28, Bass), Sebastian „Pitti“ Pittrich (31, Gitarre, Gesang) und Max Spieler (23, Schlagzeug).

Spieler ist mittlerweile der dritte Drummer, der bei der Band, die seit Anfang 2013 besteht, hinter dem Schlagzeug Platz nimmt. Am Anfang liehen sich die Musiker bei der lokalen Band „Feierdog“ einen Schlagwerker aus. Doch der verabschiedete sich wieder, daher stammt auch der Bandname „Cheerio Joe“ (Auf Wiedersehen, Joe). Von ihrem ersten Bandnamen „Endsgeilunddurstig“ wollte die Gruppe wegkommen, erklären die vier Musiker. Der kam ihnen irgendwann doch ein wenig zu unseriös vor.

Nach einem weiteren Wechsel kam am Ende Max Spieler in die Band. Gegründet haben die Gruppe Möller und Pittrich. „Wir waren den ganzen Tag unterwegs mit Freunden. Am Abend haben wir bei Pitti zu Hause Musik gemacht“, erzählt Denise Möller. Das hat den beiden so gut gefallen, dass sie beschlossen: Das machen wir öfter. Bassist Lukas Liebl hat sich quasi selbst eingeladen. Nach einem Auftritt feixte er: „Pitti, jetzt darfst du mich fragen, ob ich Bass bei euch spielen mag.“ Bis auf den Schlagzeuger sind aber alle Bandmitglieder Autodidakten. Sie haben sich ihre Instrumente selbst beigebracht, ohne eine Unterrichtsstunde.

Dass man es auch mit purer Leidenschaft schaffen kann, haben sie jetzt gezeigt. Das erste Album ist draußen. Die Idee dazu hätten sie schon lange mit sich herumgetragen. „Damit die alten Lieder nicht verschwinden“, sagt Liebl. Denn die drei Mitglieder Liebl, Möller und Pittrich schreiben fortlaufend neue Songs. Produziert hat das Album DJ Matthias Schüll (Baal). Bis das Album eingespielt war, dauerte es fast ein halbes Jahr. Die Musiker trafen sich für alle zwölf Songs in der Modern Music School am Leonhardsplatz, oft am Wochenende. Eine Arbeit, die natürlich auch anstrengend ist, wie Denise Möller sagt. Zugleich habe es aber auch richtig viel Spaß gemacht, weil man gemerkt habe, dass etwas vorwärtsgeht.

Mit dem Endergebnis sind die Musiker zufrieden. „Irgendwann muss man auch zu einem Punkt kommen, wo man sagt, jetzt ist Schluss“, sagt Pittrich. Er findet, man habe eine gute Mischung an Liedern auf „Happy Ends“ versammelt. Durch die drei verschiedenen Songwriter komme eine Menge an Einflüssen zusammen.

Folk, Reggae, Rock – die Band bezeichnet ihren Genre-Mix selbst als Rock‘n’Folk. Auch die Liedtexte sind gemischt: Obwohl hauptsächlich auf Englisch gesungen wird, ist auch ein deutsch- und ein bayerischsprachiges Lied auf der Scheibe. „Es muss auch alles drauf, weil es das erste Album ist“, meint Max Spieler. „Für einen Musiker ist das erste Album ein bisschen wie das erste Baby“, sagt Sebastian Pittrich mit einem Augenzwinkern. 1000 Exemplare liegen erst einmal bereit. Wenn die Hälfte davon verkauft wird, ist die Band schon zufrieden.

Und vielleicht geht ja eine erkleckliche Anzahl von CDs schon bei der Release-Party im Schlachthof über den Ladentisch. Am Samstag, 1. Oktober, wird das erste Album der Öffentlichkeit präsentiert. Vor der Veranstaltung haben die Musiker schon jetzt einen riesen Respekt. „Weil die Leute tatsächlich alle nur wegen uns kommen“, sagt Denise Möller. Für 100 Leute ist der Schlachthof ausgelegt, die Band hofft, dass sie ihr erstes ausverkauftes Konzert spielen kann.

Die Release-Party

zum ersten Album von Cheerio Joe findet am Samstag, 1. Oktober, im Schlachthof auf der Lände statt. Einlass ist ab 20.30 Uhr, ein Special Guest wird auch noch auftreten. Der Eintritt kostet fünf Euro, für Subkultur-Mitglieder ist er frei.

von Fabian Dilger

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