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Die Querungshilfe an der Kreuzung Schöngeisinger/Landsberger Straße wurde bereits fertiggestellt.

Welche Maßnahmen werden konkret umgesetzt?

Straßenverkehr: Das passiert nächstes Jahr in Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck - Der Straßenverkehr in Bruck ist ein heikles Thema. Doch welche Maßnahmen sind in der Mache und was wird 2017 konkret umgesetzt? Ein Überblick.

1. Diesen Monat wurde die Firma EcoLibro damit beauftragt, ein Konzept für Elektromobilität zu erstellen. Konkret geht es um E-Autos für die Stadt, das Aufstellen von Ladesäulen und das Thema Carsharing. Fiedler schätzt, dass ab 2018 E-Fahrzeuge in Bruck ausgeliehen werden können. „Die Umsetzung dauert so lange, weil wir ein ganz besonderes Konzept anstreben.“ Die Idee: Der Fuhrpark der Stadt soll mit elektronischen Autos ausgestattet werden. Die könnten sich die Bürger abends und am Wochenende ausleihen.

2.An der Kaisersäule soll ein Kreisverkehr entstehen. Der Vorschlag des zuständigen staatlichen Bauamts Freising passte den Bruckern und den Denkmalschützern aber nicht. Aktueller Stand: Bis Anfang 2017 sollen die Freisinger neue Planungen vorstellen.

3.Die Ampelschaltung an der Oskar-von-Miller/Münchner Straße wurde umgestellt, es gab Verkehrszählungen. Doch der gewünschte Effekt – weniger Stau – ist bisher nicht eingetreten. Momentan gibt es laut Fiedler Gespräche mit der Edeka-Gruppe über einen eventuellen Grund-Ankauf für eine zweite Rechtsabbiegespur von der Münchner Straße aus kommend.

4. Für die Sanierung der Münchner Straße hat das zuständige staatliche Bauamt Freising drei Varianten vorgelegt. „Die Stadt verfasst gerade eine Stellungnahme dazu“, so Fiedler.

5.Im Kreuzungsbereich der Marthabräu-/Kapellen- und Augsburger Straße sollen Radstreifen aufgebracht werden. Anfang 2017 wird das Thema laut Fiedler voraussichtlich im Ausschuss beraten.

6. Im Frühjahr kommenden Jahres soll im Bereich der Ganghofer-/Wilhelm-Busch-Straße eine Querungshilfe für Fußgänger gebaut werden. Unter anderem, weil viele Kinder die Straßen als Schulweg nutzen.

7. Der geplante Radweg vom Ortsteil Pfaffing über Gelbenholzen nach Biburg, der schon länger in der Schublade liegt, soll laut Fiedler 2017 gebaut werden.

8. Die Rad- und Fußwege Am Sulzbogen werden im Laufe des kommenden Jahres ausgebessert.

9.Es ist angedacht, am Geschwister-Scholl-Platz im Brucker Westen eine dritte Bushaltestelle einzurichten. Diese soll barrierefrei sein. Noch ist die Planung laut Fiedler im Anfangsstadium.

Im Allgemeinen, so der Beauftragte der Stadt, reiche es nicht aus, Straßen zu sanieren und zu bauen. Deshalb arbeitet Fiedler auch 2017 weiter am Verkehrsentwicklungsplan, einer Leitschnur für den künftigen Umgang mit Verkehr und Parken. Erstellen soll das Konzept eine Münchner Büro-Gemeinschaft. Kostenpunkt: 403 000 Euro – eine Summe, die weit über den ursprünglich veranschlagten 160 000 Euro liegt. „Wir bekommen eine Förderung von etwa 80 Prozent, deshalb gehen wir mehr in die Tiefe“, erklärte Fiedler im zuständigen Ausschuss.

Die neue Fahrradbeauftragte Claudia Gessner informierte das Gremium zusätzlich über reine Radverkehrsmaßnahmen:

1. An der heuer eingerichteten Querungshilfe auf Höhe der Kreuzung Schöngeisinger/Landsberger Straße werden momentan die letzten Markierungen angebracht. Die sogenannte Nullabsenkung – ein barrierefreier Übergang – wurde mittlerweile eingerichtet.

2. Auf der Straße Am Fuchsbogen werden zwischen Livry-Gargan- und Balduin-Helm-Straße Schutzstreifen für Radler aufgebracht.

3. Im Innenhof des Rathauses wurde ein überdachter Abstellplatz für Räder eingerichtet. Dort gibt es auch eine fest installierte Luftpumpe. „Die wird recht rege genutzt“, so Gessner.

4.Am Kloster und am Deichensteg wurden Infoschilder für Radler aufgestellt, die auf den Ammer-Amper-Radweg hinweisen.

5.Die Planungen für das Fahrrad-Verleihsystem sollen bald beginnen. Gessner: „Das hat sich immer wieder verzögert.“

6.Erstmals gibt es am Freitag, 25. November, 12 bis 18 Uhr, einen kostenlosen Fahrrad-Check auf dem Geschwister-Scholl-Platz. Kleine Mängel können vor Ort behoben werden. „Außerdem gibt es einen Dunkeltunnel, aber da will ich noch nicht zu viel verraten“, sagte Gessner.

7.Die Stadt arbeitet weiter am sogenannten Radverkehrskonzept.

8. Weitere Infostelen für Radler sollen einen Platz finden vor der Sparkasse an der Hauptstraße, am Kloster und am Bahnhof.

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