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Die Tänzerin Dada Masilo als Carmen.

Im Veranstaltungsforum

Weltstars tanzen auf Brucker Bühne

Fürstenfeldbruck - Im Rahmen des Festivals „dancefirst“ Ende Juni werden internationale Hochkaräter nach Bruck kommen.

Die Organisation von Veranstaltungen aller Art ist für Norbert Leinweber das täglich Brot. Doch was in diesem Sommer zum 15-jährigen Jubiläum des Veranstaltungsforums auf dem Programm steht, ist auch für den Chef ein Highlight, etwas, „das Fürstenfeldbruck international durchlüftet“.

Die Rede ist vom Tanzfestival dancefirst, das vom 28. Juni bis 30. Juli stattfindet. Vier Weltklasse-Kompanien gastieren dann in Bruck, sie alle sind zum ersten Mal in Bayern. Eröffnet wird das Festival von der kanadischen Ausnahme-Kompanie Les 7 Doigts de la Main. Viele der Tänzer sind ehemalige Artisten, und entsprechend atemberaubend war schon der kurze Video-Ausschnitt, der bei der Vorstellung des Programms vorgeführt wurde. Schauplatz des Stücks ist eine Küche, in der sich getanzte Episoden aus dem prallen Leben abspielen.

Aus Frankreich kommt die Compagnie Accrorap. Der algerische Choreograf Kader Attou und zehn Hip-Hop-Tänzer thematisieren in der Produktion „The Roots“ zur Musik von Brahms und Beethoven das Schicksal afrikanischer Einwanderer. Heiner Brummel, künstlerischer Leiter des vom Theaterverein Fürstenfeldbruck veranstalteten Festivals, verspricht „eine Tanzaufführung voller Kraft und Poesie, in der die Sehnsucht nach einer toleranten, friedlichen Welt spürbar ist“. Wenn man schon eine südafrikanische Tanzsensation nach Bruck locken kann, lässt man sie nicht nach einer einzigen Vorstellung wieder weg. Deshalb wird Dada Masilo aus Johannesburg, Choreografin und Shooting-Star der internationalen Tanzszene, zweimal auf der Bühne des Veranstaltungsforums stehen – einmal mit ihrer frechen Neu-Interpretation von Tschaikowskis „Swan Lake“ und einmal als „Carmen“.

Beide Produktionen zeigen die Klassiker in einem neuen Gewand und sorgten bereits weltweit für Furore. Auch die bayerische und regionale Tanzszene kommt nicht zu kurz. Unter dem Titel „Bavarian Summit“ sind Stücke von und mit Dustin Klein, Rosalie Wanka, Maged Mohamed und David Russo zu sehen. Beschließen werden den Abend zwei Solisten des Bayerischen Staatsballetts: Marlon Dino und Lucia Lacarra, die 2011 mit dem Titel „Tänzerin des Jahrzehnts“ ausgezeichnet wurde.

Um die Auswahl für das Festival zu treffen, hat sich Brummel im Vorfeld „mindestens 100 Aufführungen angeschaut“. Finanziell ist dancefirst auf Kante genäht und hätte sich ohne Fördergelder, Zuschüsse und Sponsoren nicht realisieren lassen. Immerhin laufe der Kartenvorverkauf gut an, berichtete Leinweber. Ein Abend ist auch der regionalen Tanzszene gewidmet. Fünf Ballett- und Tanzschulen aus dem Landkreis zeigen in einer Werkschau ein breites Spektrum von klassischem Ballett, zeitgenössischem Tanz und Modern Dance bis hin zu Flamenco, Jazz Dance und Hip Hop. Bereits angelaufen sind die Sozialprojekte, bei denen heimische Jugendliche und Flüchtlinge Tanzproduktionen erarbeiten. Brummel hofft, dass diese Projekte auch nach dem Festival fortgesetzt werden.

von Ulrike Osman

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