Klausurtreffen 

CSU positioniert sich zu OB Klaus Pleil und Thema Asyl

Fürstenfeldbruck – Die örtliche CSU-Fraktion und der Ortsvorstand haben sich zur Klausur getroffen. Thema war unter anderem auch der Krankenstand von OB Klaus Pleil.

Andreas Lohde, der einstimmig wieder als Fraktionsvorsitzender gewählt wurde, machte klar: Entgegen widersprüchlichen Aussagen, die in der Stadt herumgeistern, sehe die CSU keinen Anlass, dem OB eine Frist zu setzen oder einen diesbezüglichen Antrag zu stellen.

Wann Pleil nach seinem Herzinfarkt in sein Amt zurückkehre, könne einzig und allein er und seine Familie sowie die Ärzte des OB entscheiden. „Wie in der Stadt teilweise diskutiert wird, ist unangebracht“, so Lohde. Er persönlich finde es auch wichtig für die Genesung des OB, dass dieser sein Ziel vor Augen nicht verliert. Außerdem „hätte der Stadtrat dadurch eigentlich die Chance, mehr Verantwortung zu übernehmen, um gemeinsam Projekte voranzutreiben.“

Tendenz zur Kurzaufnahme

Auch über die eventuelle Umwandlung des Asylzentrums am Fliegerhorst in eine Kurzaufnahme sprachen die Verantwortlichen. Die Regierung sei den Forderungen der Stadt (nicht mehr als 1000 Plätze, keine weitere Bebauung) entgegengekommen. Auch eine Befristung auf fünf Jahre käme mit Option auf Verlängerung für die Regierung in Frage. „Wir müssen uns für die Variante entscheiden, die für das Umfeld verträglicher ist.“ Und das sei tendenziell eine Kurzaufnahme, da sie eher wie eine Verwaltungseinrichtung gestaltet sei. Wie es mit den Ehrenamtlichen dann weiterginge, müsse man sehen.

Außerdem müsse die CSU darauf pochen, dass bald ein detaillierterer Gesamtplan für die Zeit nach dem Wegzug der Bundeswehr ausgearbeitet werde, der auch in Teilen umsetzbar sei. Beachten müsse man dabei vor allem, inwieweit die Stadt durch Arten-, Denkmal- und Emissionsschutz (durch BMW) eingeschränkt sei.

Personalmangel bei der Kinderbetreuung

Ein anderes wichtiges Thema sei die Verlagerung des Bauhofs. „Es ist eine Chance für die Innenstadt-Entwicklung“, so Lohde. Deshalb habe man im Stadtrat auch dafür gekämpft, dass das Anliegen oben auf der neuen städtischen Prioritätenliste stehe.

Auch bei den Plätzen für Krippen-, Kindergarten- und Grundschulkinder sei die Stadt in Zugzwang. Noch immer fehlten für 2016/17 rund 25 Krippen- und 60 Kindergartenplätze. Das liege auch daran, dass nicht genügend Personal vorhanden sei. „Die Stadt muss sich überlegen, Anreize für eventuelle Mitarbeiter zu schaffen“, so Lohde.

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