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Auf Fursty hebt wieder ein Flugschüler ab

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Fast wie im Auto sitzt Oliver Lauche, wenn er in seinem Sportflugzeug über Bayern fliegt. tb-foto
Fast wie im Auto sitzt Oliver Lauche, wenn er in seinem Sportflugzeug über Bayern fliegt. tb-foto

Fürstenfeldbruck - Mit 14 steuerte er schon ein Segelflugzeug. Acht Jahre später hat Oliver Lauche nun seinen ersten Alleinflug in einer motorsierten Cessna 172 hinter sich gebracht.

Als damals 14-jähriger hatte Oliver Lauche seine Ausbildung zum Segelflieger begonnen. Doch laut Vorschrift, durfte er sie erst drei Jahre später offziell mit der Prüfung beenden. Konsequent beschritt er dann den nächsten Schritt, um seinem Traumberuf als Pilot näher zu kommen. Nach nur sieben Motorflugstunden mit seinem Fluglehrer wurde er jetzt auf seinen ersten Alleinflug geschickt. Bei fast wolkenlosem Himmel und schwachem Wind überzeugte Oliver Lauche mit drei Bilderbuchlandungen.

Als nächster Ausbildungsabschnitt steht jetzt für den Flugschüler die Überlandeinweisung bevor. Dabei führen die Flüge immer weiter über die Umgebung des Heimatflugplatzes hinaus. Später wird dann ein solcher Alleinflug auch zu zwei fremden Flugplätzen durchgeführt. So aufregend wie der erste Alleinflug ist es dabei jedoch schon nicht mehr.

Die beruflichen Aussichten des 22-Jährigen: Bislang sind Piloten, die in Fursty von der dort angesiedelten Sportfliegergemeinschaft ausgebildete wurden, oft im Cockpit renommierter Fluggesellschaften gelandet oder haben den Grundstein für eine militärische Karriere als Jet- oder Hubschrauberpilot gelegt. Viele der Mitglieder engagieren sich nach Erwerb des Führerscheins auch ehrenamtlich für die Luftrettungsstaffel, die den Katastrophenschutz etwa bei Waldbrandgefahr oder Überflutungen unterstützt.

Die Sportfliegergemeinschaft ist im Landkreis mit rund 90 aktiven und zusätzlich annähernd 200 fördernden Mitgliedern ansässig. Hervorgegangen aus Bundeswehr-Sportfluggruppen spielt der militärische Hintergrund eine traditionelle Rolle. Vereinsintern werden auf einer im stillgelegten Fliegerhorst noch offen gehaltenen Piste „Fußgänger“ zu Piloten sowohl von Segel- als auch Motorfliegern ausgebildet. Ziel ist, Flieger auch nach Abzug der Bundeswehr vom Gelände starten zu können. Die angestrebte Genehmigung für einen Sonderlandeplatz soll nach Angaben von Pressesprecher Jan Herchenröder jedoch auf den Vereinsflugbetrieb beschränkt bleiben. Menge und Art sollen außerdem das gegenwärtige Maß nicht überschreiten.

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