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Die Unterkunft befindet sich auch im früheren Unteroffizierheim.

Die Regierung hat die Pläne bestätigt

Fursty soll echte Erstaufnahme werden

Fürstenfeldbruck - Wird die Dependance am Fliegerhorst zur echten Erstaufnahme-Einrichtung? Die Regierung von Oberbayern jedenfalls bestätigt die Pläne.

Noch sind die Würfel nicht gefallen. Aber dass aus der Dependance in Fursty eine echte Erstaufnahme-Einrichtung wird, ist immer wahrscheinlicher. Damit bestätigte Regierungsvizepräsidentin Maria Els einen entsprechenden Bericht im Tagblatt  am vorvergangenen Wochenende.  Maria Els erläuterte die Pläne im Brucker Stadtrat. Dass die Gebäude bis zum Wegzug der Bundeswehr 2021 wieder frei sind, konnte sie nicht garantieren. Der Hintergrund: Weil der Mietvertrag für die Bayernkaserne in München zum 31. Dezember ausläuft, haben sich die Verantwortlichen nach einem neuen Standort umgesehen. Zwar versuche man, den Vertrag zu verlängern, aber: „Fürstenfeldbruck passt von den benötigten Räumlichkeiten her.“ Die momentan genutzten Gebäude bieten etwa 13 000 bis 15 000 Quadratmeter Fläche. Diese würde reichen, um die für eine Erstaufnahme benötigte Verwaltung unterzubringen. Außerdem würden dort Räume für die medizinische Erstversorgung entstehen.

Container statt der vom Militär genutzten Gebäude

 Der Knackpunkt: Wenn Verwaltung und Ärzte in der jetzigen Asylunterkunft unterkommen, müssen insgesamt 800 Betten weichen. Das ist die Hälfte derer, die bald in Fursty zur Verfügung stehen (davon sind momentan bei weitem nicht alle belegt). „Wir haben uns die Frage gestellt, wo wir die Betten hinstellen“, sagte Els dem Gremium. Eigentlich habe die Regierung Interesse an den beiden östlichen Gebäudeteilen bekundet. Doch diese werden momentan noch von der Bundeswehr genutzt. Deshalb gibt es die Überlegung, auf der Wiese nördlich der Unterkunft Container aufzustellen. Dieser Plan allerdings gilt als umstritten. Momentan nutzen die Flüchtlinge das Areal für sportliche Aktivitäten. Eine andere Variante: Die Container könnten auf dem westlich angrenzenden Gelände platziert werden. „Wenn es zu einer solchen Nutzung kommen sollte, werden es nicht mehr als die 1600 Betten, auf die wir momentan sowieso aufstocken“, versprach Els. Der ein oder andere Stadtrat konnte sich den Zusatz: „Na wenn wir das schriftlich hätten..“ nicht verkneifen.

Bruck wird damit überfordert

Die Vizepräsidentin sagte außerdem: „Es gäbe keinen großen Unterschied zur jetzigen Situation, außer dass mehr Verwaltungs-Einheiten in Fürstenfeldbruck unterkämen und dass ein Teil der Betten in Containern stünde.“ Mit der Lösung sind die Stadträte trotzdem nicht einverstanden, auch wenn sie Els’ Diskussionsbereitschaft lobten. „Das kann man einer 1,4-Millionenstadt wie München zumuten, aber nicht einem 37 000-Einwohner-Ort wie Bruck“, sagte etwa Integrationsbeauftragter Willi Dräxler. Eine Erstaufnahme sei wegen der ständig wechselnden Bewohner eine andere Hausnummer, als die bestehende Gemeinschaftsunterkunft. Durch die Einrichtung könnte die Stimmung in der Bevölkerung kippen, so der Tenor im Stadtrat. Außerdem sorgten sich die Kommunalpolitiker um die Unterbringung der anerkannten Flüchtlinge. Denn dafür wäre die Stadt zuständig. Els: „Durch die kürzere Verweildauer ist es unwahrscheinlich, dass jemand in Bruck anerkannt wird. Zusätzlich ist es in der politischen Diskussion, dass die Stadt nicht mit der Unterbringung der Obdachlosen belastet wird.“ Sie versprach, die Anliegen der Stadt in die Regierung zu tragen. Außerdem solle das Rathaus diese in etwaige Vertragsverhandlungen einbringen. Am Ende spielte Klaus Wollenberg (FDP) noch darauf an, dass die Regierung vergessen hatte, für die Umnutzung der Gebäude ein baurechtliches Zustimmungsverfahren einzuleiten. Els: „Die Regierung wird das nachholen.

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