Zur bundesdeutschen Elite der Nachwuchs-Leichtathleten gehört Nada Balcarczyk. Die 18-jährige aus Puchheim arbeitet im Brucker Landratsamt. foto: kramer

Drei-Stunden-Marke

Zum Geburtstag ein Marathon-Abenteuer

Puchheim/Luttenwang – Manche wünschen sich zum 18. Geburtstag ein Auto. Andere feiern eine Riesenparty. Nicht so Nada Balcarczyk. Die Puchheimer Langstreckenläuferin ist zwar schon seit Dezember volljährig. Ihren größten Wunsch haben ihr Eltern und Trainer aber erst jetzt erfüllt: Endlich mal einen Marathon absolvieren.

Beim Hamburg-Marathon feierte Balcarczyk ihre Premiere über die legendären 42,194 Kilometer. Ihr großes Ziel: unter der magischen Drei-Stunden-Marke bleiben. Was ihr mit 2:53:42 Stunden auch ohne größere Schwierigkeiten gelang. „Bis Kilometer 33 bin ich mein Tempo gut durchgelaufen, dann wurden meine Beine etwas schwer.“ In ihrer U20-Altersklasse war die Puchheimer trotzdem die Schnellste. In der Gesamtfrauen-Wertung belegte sie Rang 26. Insgesamt nahmen rund 12 000 Teilnehmer an dem Rennen teil, davon 2700 Frauen.

Zuvor hatte Nada Balcarczyk gemeinsam mit dem Luttenwanger Johannes Hillebrand nach dem letzten Rennen der Ismaninger Winterlaufserie das Siegerpodest bestiegen. Allerdings nicht ganz so weit oben wie erhofft. Hillebrand wurde sowohl Zweiter des abschließenden 21,4-Kilometer-Laufs wie auch der Serie. Balcarczyk wurde Dritte bei den Frauen. Der Luttenwanger hatte auf einen Tages- und Gesamtsieg gegen den Freisinger Sebastian Nadler gehofft.

Hillebrand hatte sich gleich am Anfang an die Fersen des Schnellstarters geheftet und nach fünf Kilometern versucht, sich abzusetzen – vergebens. Nadler konterte bei Kilometer 15, setzte sich einige Meter ab und traf als Erster nach 1:09,29 Stunden im Ziel ein. Hillebrand folgte sieben Sekunden später. Der 37-Jährige gab sich als fairer Verlierer: „Sebastian war besser. Das muss man anerkennen.“

Ähnlich erging es Nada Balcarczyk. Die Puchheimerin wollte eigentlich nur eine Vorbereitungseinheit für ihren Marathon hinlegen, doch insgeheim hatte sie mit Platz zwei hinter der erfahrenen Tina Fischl (Otterskirchen) geliebäugelt. Und auf einen Erfolg im Duell mit der gleichaltrigen Marina Rappold (Sempt). Beide schenkten sich bis zum 15. Kilometer nichts, dann legte die Erdingerin einen Zwischenspurt ein. Das Resultat: Fischl siegte in 1:19,03 Stunden, gefolgt von Rappold (1:19,58). 75 Sekunden dahinter kam Balcarczyk ins Ziel.

Weitere Top-Platzierungen erreichten die Olchinger Danilo Friedrich als Siebter (1:15,15, Serienplatz sechs und Ü35-Bronze), Karlheinz Michalsky (48., 1:27,10, Serienplatz 33, Ü50-Bronze) – es war der 66. Auftritt des Langzeit-Läufers in Ismaning – und Gabi Mayr. Die für die Sportschule Puch startende Ü50-Athletin bewältigte den vom Winde verwehten Parcours in Ismaning in 1:38,31 Stunden als Gesamt-15. und Beste ihrer Jahrgänge. Im Serienklassement belegte sie Platz 15 und bekam Silber überreicht. Ebenfalls schnell unterwegs war die Gernlindner Triathletin Susanne Bea: Sie wurde 26. (Serien-18., Ü45-Vierte) in 1:41,08 Stunden. Insgesamt nahmen über 1000 Aktive am Ismaninger Abschlussrennen teil, rund zehn Prozent davon kamen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.

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