Anlaufstelle für Familien findet eine Bleibe

Germering – In der bisherigen Zweigstelle der Germeringer Insel im Komplex Betreutes Wohnen an der Leipziger Straße wird vorübergehend ein Familienstützpunkt etabliert. Er bleibt dort bis zum Ende der Erweiterungsarbeiten an der Wittelsbacher Mittelschule, wo er wie beschlossen einziehen wird.

Mit dem Einzug ist aber nicht vor dem Jahr 2022 zu rechnen. Die Mitglieder des Sozialausschusses billigten jetzt die von der Verwaltung vorgeschlagene Übergangslösung.

Die Schaffung eines Stützpunktes als wohnortnahe Anlaufstelle für Familien in der Wittelsbacher Schule war im November 2015 von SPD, CSU und Grünen beantragt worden. Es handelt sich um ein Modellprojekt des bayerischen Sozialministeriums. Familienstützpunkte sollen „niederschwellige Angebote der Familienbildung durchführen und je nach Alter des Kindes geeignete und passgenaue Hilfen anbieten.“

Das zuständige Jugendamt des Landkreises stand dem Germeringer Ansinnen positiv gegenüber und stellte jährliche Fördermittel in Höhe von 15 000 Euro in Aussicht. Eine Ansiedlung im Erweiterungsbau der Wittelsbacher Schule wurde positiv eingestuft, weil das Umfeld mit Schule, Kindergarten und Hort alle Voraussetzungen bieten würde. Auch die Schule unterstützte das Vorhaben. Als Träger wurde der Sozialdienst ausgewählt.

Um den geplanten Start des Stützpunktes im Januar 2017 nicht zu gefährden, schlug die Verwaltung die frühere Insel-Zweigstelle an der Leipziger Straße als Zwischenlösung vor. Der Sozialdienst wird die Räume anmieten, erhält von der Stadt aber einen Überlassungszuschuss in gleicher Höhe. Die Möbel sind schon vorhanden, der Stützpunkt benötigt nur noch einen PC und ein Telefon. Das kostet aus Sicht der Verwaltung rund 1000 Euro. Um pünktlich starten zu können, wird die Ausstattung noch heuer gekauft. Zusätzlich übernimmt die Stadt die monatlichen Telefon- und Internetkosten.

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