Germeringer See 

Barfuß unterwegs auf dem Pfad der Sinne

Germering – Dass am Germeringer See ein so genannter Barfußpfad gebaut wird, steht schon seit zwei Jahren fest. Der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss billigte damals einen entsprechenden Antrag der CSU. Nach intensiver Prüfung hat das Bauamt jetzt einen geeigneten Platz dafür gefunden: Er soll in direkter Nachbarschaft der Kneippanlage errichtet werden.

Die Mitglieder des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses billigten diesen Vorschlag – als ideal wird der Platz aber weder von den Stadträten noch von der Verwaltung empfunden: Die Nähe zum Grillplatz könnte Probleme bereiten, räumte Thomas Wieser, der Leiter des Sachgebiets Umweltschutz im Bauamt, ein.

Ein so genannter Barfußpfad, auch Pfad der Sinne genannt, soll dem See zusätzliche Attraktivität verleihen. Er besteht aus 13 nebeneinanderliegenden gerahmten Feldern, die ein mal zwei Meter groß sind und mit den verschiedensten Materialien befüllt werden. Das reicht von unterschiedlichsten Holzbelägen und Bohlen bis hin zu Kieferzapfen, Hackschnitzeln, Gitterrosten und Bachkieseln. Barfuß darauf gehend, sollen die verschiedenen Sinneseindrücke der Entspannung dienen.

Aus Sicht von Thomas Wieser ist eine Nähe zur Kneippanlage unbedingt notwendig: Der Pfad müsse dahin, wo man eh schon barfuß geht. Die früheren Standortvorschläge – der Wall hinter dem Kiosk und das Wäldchen am Burgstall – hätten sich deswegen als nicht optimal herausgestellt.

Die Nähe zum Grillplatz, der sich nur wenige Meter östlich von der Kneippanlage befindet, könnte aber auch ein Problem werden. Tinka Rausch (SPD) gab zu bedenken, dass die am Lagerfeuer sitzenden Besucher möglicherwiese auf die Idee kämen, die Hackschnitzel vom Barfußpfad zum Anzünden zu verwenden. „Das wollen wir nicht ausschließen“, räumte Oberbürgermeister Andreas Haas ein. Angesichts dessen, was am Grillplatz schon alles verheizt worden sei, sei alles möglich. Der Bauhof, der sowieso jeden Tag am See nach dem Rechten sehe, werde aber ein besonderes Auge darauf werfen. Der Rathauschef meinte aber auch: „Man muss manchmal das Risiko eingehen und so etwas probieren.“ Thomas Wieser bekräftigte, dass seine Bauamt-Mitarbeiter natürlich reagieren werden, wenn es Probleme mit den organischen Materialien des Pfades geben würde: „Dann legen wir halt was anderes drauf.“ Auf den scherzhaft gemeinten Einwurf, dann Nägel zu verwenden, ging der OB nicht näher ein.

Die Anlage soll noch im Spätsommer angelegt werden. Die Kosten werden auf rund 5000 Euro geschätzt. Die Materialien zum Bau und zum Befüllen der einzelnen Felder werden Lagerbeständen des Bauhofs entnommen. 

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