Albert Bichler führte zum 24. Mal durch das Adventssingen im Amadeussaal. tb-foto

Förderverein für Heimatpflege

Bei diesem Adventsingen geht es wirklich staad zu

Germering – Noch einmal, dann ist das Jubiläum perfekt: Albert Bichler hat am Sonntagabend zum 24. Mal das Adventsingen des Heimatpflegevereins organisiert und moderiert. 

Es war wie immer seit fast einem Vierteljahrhundert wieder ein Konzert des besonderen Art: Es lud zum Innehalten ein und bot Gelegenheit, in der gar nicht mehr so staaden Adventzeit zu Ruhe zu kommen. Der seit Wochen ausverkaufte Amadeussaal war dazu passend von Benno Seeholzer mit einem prächtigen Christbaum ausgestattet worden, den er mit einfachen aber großen Strohsternen ganz schlicht schmückte.

Albert Bichler, Ehrenvorsitzender des Heimatvereins, hat für das diesjährige Adventsingen wieder eine erlesene Schar an Sängern und Musikanten aus dem Oberland verpflichtet. Auf der Bühne waren der Chiemseewinkl Dreigsang, die Inntaler Sänger, die Miesbacher Musikanten, die Jungen Schlechinger Weisenbläser und die Harfenistin Karin Schroll versammelt. Bichler selbst nahm an einem Tischchen am rechten Bühnenrand Platz und entzündete zum Auftakt eine Kerze des dort stehenden Adventskranzes. Nach einem stimmigen Auftakt durch das voluminöse Bläser-Quartett vom Ende des Achentals, das die weiteste Anfahrt hatte, ergriff Moderator Bichler zum ersten Mal das Wort. In seiner Begrüßung wurde der renommierte Brauchtumsforscher und frühere Rektor der Kleinfeldschule erstmals in all den Jahren ein wenig persönlich. Seine besondere Freude darüber, dass die 24. Ausgabe des Singens überhaupt stattfinden könne, hat einen ernsten Hintergrund: Der 81-jährige Bichler war nach einem häuslichen Unfall monatelang im Krankenhaus und in einer Reha-Klinik.

Die Musikgruppen boten reihum volksmusikalische Kleinode der Adventszeit. Und zwar in einer Qualität, wie man es selten erlebt. Bichler sprach zwischendrin in gewohnter Manier kurze Texte zur Adventszeit und erklärte dabei uralte Bräuche wie das Fatschenkindl ebenso wie eine Erklärung, warum es im Oberland eine so große Kultur von heimischen Krippen gebe. Die Besucher lauschten ihm und den Musikern in andächtiger Stille. Anhaltenden Applaus gab es erst am Ende des fast zweistündigen Abends.


Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Unterführung am Engelsberg gesperrt

Fürstenfeldbruck – Die Strecke am Engelsberg zwischen Fürstenfeld und Gelbenholzen ist bei vielen ortskundigen Autofahrern auch als Abkürzung beliebt. Von Montag, 12., …
Unterführung am Engelsberg gesperrt

Säure-Attacke auf Autos?

Jesenwang - Es besteht der Verdacht, dass jemand mit Absicht mehrere Autos in Jesenwang mit einer ätzenden Säure übergossen beziehungsweise bespritzt hat. Die Polizei …
Säure-Attacke auf Autos?

Maskierter Räuber überfällt Wettbüro

Olching - Ein maskierter Mann überfällt ein Olchinger Wettbüro. Er hat es auf das Bargeld abgesehen. Die Angestellte des Wettbüros bedroht er mit einem Messer.
Maskierter Räuber überfällt Wettbüro

Barfuß gehen und die Beine baumeln lassen

Germering – Der Barfußpfad am Germeringer See steht kurz vor der Fertigstellung. Die Fundamente sind gelegt, die einzelnen Kammern müssen noch mit unterschiedlichen …
Barfuß gehen und die Beine baumeln lassen

Kommentare