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Stiftungsvorsitzender Dieter Gutekunst (l.) eröffnete den Festakt zum 15-jährigen Bestehen der Einrichtung.

Festakt in Jesus-Christus-Kirche

15 Jahre Sozialstiftung Germering: eine Erfolgsgeschichte der Hilfe

Germering - Seit 15 Jahren gibt es die Germeringer Sozialstiftung. Mit 150 000 Euro Startkapital hat alles angefangen. Inzwischen ist viel geschehen. Beim Festakt in der evangelischen Jesus-Christus-Kirche konnte der Vorstandschaft eine echte Erfolgsgeschichte präsentieren.

 „Dank Ihres zahlreichen Erscheinens sind wir beschlussfähig“, freute sich Stiftungsgründer Herbert Stark. Man blicke auf eine lange Zeit zurück, in der viel passiert sei. Damals legten er und seine Frau Susanne mit 150 000 Euro Startkapital den Grundstock für die Germeringer Sozialstiftung, die Stadt sattelte den gleichen Betrag drauf.

„Das Startkapital hat sich bis heute verzehnfacht auf über eine Million Euro.“ Rechne man das Kapital der vier Unterstiftungen mit ein, komme man auf stolze fünf Millionen Euro. „Wir fördern viel, können Gutes tun und würden gerne mehr tun“, meinte er im Hinblick auf das geplante Frauenhaus und ein stationäres Hospiz.

Vorstandsvorsitzender Dieter Gutekunst freute sich über 246 000 Euro Spenden im letzten Geschäftsjahr und insgesamt 160 Stifter. Seine Stellvertreterin Eleanor Reis gab einen Überblick über die Aktivitäten.

Wie die Hilfen im Alltag konkret funktionieren, darüber berichtete Integrationsbeauftragter Manuel Leupold. „Wir haben einen Pool von rund 25 Menschen mit Migrationshintergrund, die unterschiedlichste Sprachen sprechen und bei der Betreuung der Asylbewerber als Dolmetscher wertvolle Dienste leisten.“ Darüber hinaus geben diese Menschen auch Hilfen im Alltag, bieten über die Übersetzungen hinaus Hilfestellung, helfen bei der Job- oder Wohnungssuche.

Für ein Frauenhaus und ein stationäres Hospiz wolle man weiter kämpfen, betonte Stark. Leider sei das Frauenhaus in Fürstenfeldbruck nicht zu realisieren. „Vielleicht gelingt es uns, eine Lösung in Germering zu finden und dort beides unter einem Dach zu vereinen.“ In diesem Sinne hoffe er auf eine zielorientierte Arbeit mit dem neuen Stiftungsrat. Alt-OB und Gründungsmitglied Peter Braun fügte hinzu: „Der Weg ist steinig, aber nicht aussichtslos, wir sind zuversichtlich und stellen uns der Aufgabe.“

Bei der Neuwahl des Stiftungsrats wurden Peter Braun, die Stadträtinnen Agnes Dürr (Grüne) und Manuela Kreuzmair (CSU) sowie Sibylle Nottebohm und Herbert Stark in ihren Ämtern bestätigt. Neu hinzugekommen sind Gabriele Off-Nesselhauf (CSU-Bezirks- und Stadträtin), Robert Baumgartner (SPD-Stadtrat) und Johann Stürzer (stellvertretender CSU-Vorsitzender). Nach ihrer Motivation befragt und warum sie sich der Wahl stellen, sagte Off-Nesselhauf: „Die Sozialstiftung schließt Lücken, die andere nicht leisten können, es ist mir ein Bedürfnis mit dabei zu sein.“

Robert Baumgartner sieht dies ähnlich: „Die Sozialstiftung setzt sich für Bedürftige ein und hilft; das kommt meiner sozialen Einstellung entgegen, schließlich gibt es nicht nur wohlhabende Menschen.“ Und Johann Stürzer meint: „Die Unterstützung sozialer Projekte, insbesondere bei der Jugend, aber auch in der Hospizarbeit ist wichtig. Ich pflege seit Anfang an eine enge Verbindung zur Sozialstiftung.“

von Angi Kiener

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