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Zusammenhelfen und gute Laune waren beim Gartenflohmarkt wichtig (v.l.): Sandra Tschaffon, Anja Herrmann, Torsten Templin und Andrea Tschaffon hatten ihre Stände an der Oberen Bahnhofstraße aufgebaut.

Verkaufsstände im eigenen Garten

Erster Hofflohmarkt lockt viele Neugierige

Germering – Garten- und Hofflohmärkte liegen im Trend. Nun war es auch in Germering soweit – das erste Mal.

Obwohl das Wetter bei dieser Premiere durchwachsen war, schauten viele Neugierige, was die 50 Anbieter so zu verkaufen hatten.

Gegen Mittag wurde es bei Sandra Tschaffon hektisch: Elektrogeräte und Mobiltelefone schnell ins Auto packen, damit sie nicht nass werden. Bei den Tassen, Tellern und Vasen war das nicht ganz so schlimm. „Da haben wir dann halt abgewischt.“ Für Mühe und Durchhalten trotz kurzem Regenguss wurden Tschaffon und Mitstreiter belohnt.

Immer wieder fanden sich Neugierige an ihren Ständen in der Oberen Bahnhofstraße ein. „Es hat sich schon gelohnt, dass ich bei meiner Wohngemeinschaft ein wenig ausgeräumt habe“, erzählt Tschaffon, die die Idee von München her kennt, wo sie vier Jahre gewohnt hat. Da seien die Hof-Flohmärkte allerdings kompakter beisammen. „Die Organisatoren hätten auch mehr Werbung machen können“, findet Tschaffon. Nur Internet und Mundproganda reiche nicht. Immerhin hat sie ein auffälliges Plakat am Straßenrand aufgestellt und es mit ein paar Luftballons geschmückt.

„So auffällig sollte es sein“, erkennt Rene Götz diese Mühe an. Seit zehn Jahren organisiert er Hof- und Gartenflohmärkte in verschiedenen Münchner Stadtteilen, seit zwei Jahren vermehrt auch im Umland. Wie überall habe es in Germering sechs Wochen Vorlaufzeit gegeben.

Die brauche es auch, um unter anderem die Anmeldungen entgegenzunehmen. Erst dann könne man mit den Flyern in Druck gehen. „Weil wir ja alle Standorte auflisten wollen“, betont der 39-jährige. Die Besucher sollen so genau wie möglich über die Standorte informiert werden. Dennoch sei seiner Ansicht nach genug Zeit gewesen, sich zu informieren.

Die Plätze seien allerdings relativ verstreut gewesen, so Götz. Er selbst habe sich ein Bild gemacht. „Einige haben angesichts des Wetters gleich eingepackt.“ Bei anderen habe der Hinweis am Straßenrand auf den Gartenflohmarkt gefehlt. „Ein deutliches Zeichen braucht es schon“, erklärt Götz. Denn Gehwege und öffentliche Plätze sind für die Stände tabu. Gewerbliche Verkäufer sind nicht erwünscht. Der Verkauf darf nur im eigenen Hof oder Garten erfolgen. Gegebenenfalls muss der Vermieter oder Eigentümer zustimmen. „Darauf achten wir sehr genau“, so Götz. Denn das Flair, das nachbarschaftliche Miteinander soll erhalten bleiben.

Der Gartenflohmarkt fand heuer zum ersten Mal statt. „Manchmal braucht es einfach Zeit, bis das in einem Viertel oder in einer Stadt richtig flutscht“, weiß Götz aus Erfahrung.

Gartenflohmarkt

ist auch am 30. Juli in Bruck. Anmeldung unter www.hofflohmaerkte.de

Von Hans Kürzl

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