Stadtrat und Umweltbeirat

Geschafft: Germering wird Fairtrade-Stadt

Germering - Die letzten Hürden sind geschafft: Germering wird Fairtrade-Stadt. Im November wird die Urkunde übergeben.

Bis zuletzt herrschte Unsicherheit, ob alle Bedingungen für die Ernennung zur Fairtrade-Stadt erfüllt sind. Eine davon war, dass insgesamt fünf Gastronomiebetriebe mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten. „Die sind gefunden“, bestätigte der Umweltbeirats-Vorsitzende Herbert Krause auf Nachfrage unserer Zeitung.

Dieser Zwischenstand sei in der lokalen Steuerungsgruppe bekannt gegeben worden, die aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen besteht und die Aktivitäten einer Kommune hin zur Fairtrade-Stadt bespricht und koordiniert. Unter den Gastronomen, die Germering nun helfen das Siegel zu bekommen, befinden sich zwei Einzelhandelsketten. Krause wies noch darauf hin, dass mehrere Discounter in der Stadt bereits fair gehandelte Produkte anbieten. „Man muss beim Gang durch die Regale nur genau hinsehen“, sagte Krause.

Auch die Große Kreisstadt selbst hat einen Mosaikstein gesetzt. So werden bei städtischen Veranstaltungen wie zum Beispiel einer Bürgerversammlung künftig zwei fair gehandelte Produkte angeboten, wenn eine Bewirtung angeboten wird. Dies sieht ein vor kurzem einstimmig gefasster Beschluss vor. Bei Präsentkörben, etwa beim Blumenschmuck, wird Fairtrade ebenfalls berücksichtigt werden.

Auf diesen Kompromiss hatte man sich im Stadtrat geeinigt, nachdem eine andere Vorgabe nicht umgesetzt werden konnte. Danach hätten bei Stadtrats-Sitzungen Kaffee und ein weiteres fair gehandeltes Getränk ausgeschenkt werden sollen. Bei Sitzungen in Germering erfolgt jedoch keine Bewirtung.

Krause zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden. „Das Anliegen des Umweltbeirats ist erfüllt.“ Doch der Vorsitzende des Umweltbeirats wies auch noch darauf hin, dass man ein Angebot an regionalen Produkten ebenfalls im Auge behalten müsse.

Den Antrag zur Fairtrade-Stadt hatten in Germering im November 2013 die Fraktionen von CSU und Grünen auf den Weg gebracht. Drei Jahre später, im November, soll die Entscheidung offiziell bekannt gegeben werden. In einer eigenen Veranstaltung am Abend der Bürgerversammlung wird die Ernennungs-Urkunde zur Fairtrade-Stadt überreicht.

von Hans Kürzl

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