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Vor 50 Jahren wurde das Vereinsheim gebaut. Das Foto aus der Vereinschronik zeigt die Grundsteinlegung mit dem verstorbenen Altbürgermeister Rudi Bay.

60 Jahre SC Unterpfaffenhofen

Als die Fußballer noch auf der Biberwiese kickten 

Germering - Der SC Unterpfaffenhofen feiert Geburtstag: Im Mai vor 60 Jahren wurde der Verein von den damals noch beim TSV Unterpfaffenhofen angesiedelten Fußballern gegründet. Weitere Sportarten kamen erst ab 1969 dazu.

Dass beim TSV Unterpfaffenhofen früher auch Fußball gespielt wurde, ist heute so gut wie vergessen. Tatsache aber ist, dass sich die Kicker im Turn- und Sportverein auch aus Platzgründen nicht so entfalten konnten wie sie wollten. Also spalteten sie sich unter Federführung von Josef Huber vom Verein ab und gründeten einen eigenen. Das sei damals aber nicht im Streit geschehen, berichtet Herbert Böck, der seit sechs Jahren den mittlerweile rund 1600 Mitglieder zählenden Verein als Präsident führt. Auslöser sei vor allem der mangelnde Platz beim damals noch an der Otto-Wagner-Straße residierende TSV gewesen.

Präsident Herbert Böck mit dem Mähroboter, der seit drei Jahren den Rasen des Hauptplatzes bespielbar macht.

Fußball gespielt hat der neue Verein noch wie zu TSV-Zeiten seit 1953 auf der sogenannten Biberwiese: Das ist eine Wiese in der Nähe des damaligen Lagers der US-Streitkräfte, der späteren Pionierkaserne Krailling – die Lindauer Autobahn gab es damals noch nicht, auch die Kerschensteiner Siedlung war noch nicht gebaut.

Der Umzug zum heutigen Vereinsgelände an der Bertha-von-Suttner-Straße wurde erst Mitte der 60er-Jahre in die Wege geleitet. Die hygienischen Zustände und auch die Platzverhältnisse an der Biberwiese waren nicht mehr tragbar gewesen. Der damalige Vorsitzende Josef Staudinger drohte das Einstellen des Spielbetriebs an. Kurze Zeit später erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Vereinsheim durch Bürgermeister Rudi Bay. Fertig gestellt wurde es 1967. Auch der Spielbetrieb startete in diesem Jahr auf dem neuen Platz.

Erst zwei Jahre später kam mit den Handballern die zweite Abteilung des Vereins dazu – sie sind aktuell das sportliche Aushängeschild des Vereins: Die Männer sind aufgestiegen und die U 17-Mädchen spielten um die Deutsche Meisterschaft mit, während die Fußballer den Abstieg aus der Bezirksliga verkraften müssen. Aber das sei ganz normal, meint Fußballer Herbert Böck: „Mal sind die einen oben, dann wieder die anderen.“

Als weitere Sportarten folgten Judo (1971), Jujutsu/Karate (1975), Bogenschießen (1979), Aikido (1986) und der Lauftreff (2001). Eine Radsportabteilung wurde 1976 gegründet und 20 Jahre später wieder aufgelöst.

Die aktuell rund 1600 Mitglieder sind aus Sicht des Präsidenten das Maximum, das man verkraften könne. Grund: Die vorhandenen Sportstätten sind zu wenig. Germering bräuchte dringend eine weitere Halle, meint Böck. Vor allem im Winter werde es eng, wenn die Fußballer das Training nach Innen verlegen. Dann müssten die in der Realschulhalle übenden Handballer Zeiten abgeben.

Im Juli 1999 wurde der neue Platz der Bogenschützen gegenüber des Vereinsheims eingeweiht.

Aber auch mit den vorhandenen Fußballplätzen am Vereinsheim stoße man an seine Grenzen. Schließlich zählt die Jugendabteilung mit über 400 Aktiven in 24 angemeldeten Mannschaften zu den Größten in Oberbayern. Ein zusätzlicher Übungsplatz sei deswegen dringend notwendig. Dass der Verein vor sieben Jahren mit Hilfe von Zuschüssen der Stadt und des Fußballverbandes für rund 360 000 Euro einen Kunstrasenplatz bauen konnte, hat hier für Entlastung gesorgt.

Platz für neue Sportstätten sehen Böck, Vize Dirk Weidemann sowie Geschäftsstellenleiter Herbert Schäffer vor allem auf dem ehemaligen Kasernengelände, das die Stadt gekauft hat. Böck sagt: „Das wäre ideal. Allerdings sperrt sich die Stadt da etwas.“

So wird gefeiert:

Der SC Unterpfaffenhofen hat die Feiern zum 60-jährigen Bestehen in den Sommer gelegt, um möglichen Wetterkapriolen aus dem Weg zu gehen – das Fest zum 50-Jährigen fand im Mai statt und litt unter sehr kaltem und regnerischem Wetter. Gefeiert wird deswegen vom 15. bis zum 17. Juli.

Los geht’s am Freitag, 15. Juli, mit einem Spiel der 1. Handball- gegen die 1. Fußballmannschaft: Auf dem Hauptplatz im Stadion wird dabei eine Halbzeit Fußball, eine Halbzeit Handball gespielt. Nach dem Spiel wirft Vereinswirt Martin Eigner den Grill an und lädt zur Disco ins Sportheim.

Am Samstag ist ab 11 Uhr ein großes Kinderprogramm geboten mit Hüpfburg, Schminken, Torwandschießen und vielen Spielen. Der Lauftreff führt im benachbarten Westpark einen 60-Kilometer-Lauf durch – jeder Läufer muss dabei aber nur 500 Meter absolvieren. Um 19 Uhr beginnt der Festabend im Vereinsheim mit Livemusik und Barbetrieb.

Beendet werden die Festtage am Sonntag ab 10 Uhr mit einem Frühschoppen, den die kleine Besetzung der Stadtkapelle musikalisch begleitet.

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