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Stifte und andere Kleinigkeiten aus Zirbelholz hat Harald Ertl (r.) angefertigt. Mit Besucher Klaus Röhler, der selbst drechselt, tauscht sich der Germeringer fachkundig aus.

In der Stadthalle

Ein Markt voller Kunst und Handwerk

Germering - Selbst gestrickte Mützen und Schals, Stifte aus Zirbelholz sowie jede Menge Bilder: Das alles konnten die Besucher beim Kunst- und Handwerkermarkt in der Stadthalle bestaunen. Und so mancher holte sich Ideen für Geschenke.

Freude an Farben hatte Claudia Sigl schon immer. „Ich probiere gerne aus, auch im Alltag“, erzählt die 38-Jährige. Mit der Malerei habe das zunächst aber nichts zu tun gehabt. „Bis ich feststellte, es muss in meinem Leben ruhiger werden, weniger hektisch.“ Die Germeringerin begann, das Ausprobieren mit Farben auf der Leinwand umzusetzen. Stolz sei vor allem darauf, dass sie sich alles selbst beigebracht habe.

„Es ist ein gutes Hobby geworden und jetzt kann ich gar nicht mehr aufhören“, sagt Sigl. Sogar ein Kinderstuhl, den ihre Tochter früher benutzt hat, hat von der Leidenschaft der 38-Jährigen profitiert. Abgenutzt stand das Stück auf dem Speicher. Auf dem Kunst- und Handwerkermarkt in der Stadthalle sieht es aus, als sei es frisch vom Möbeldesigner gekommen. „Ich habe es gern ausgestellt“, so Sigl. Es passe gut in die Umgebung dieses Marktes. „Die Atmosphäre hier ist angenehm. Auch wenn sie festgestellt habe, „dass Malerei bei den Besuchern nicht ganz so gut geht“.

Das kann Harald Ertl nicht bestätigen. Er bietet in seiner „Zirbelstube“ vielen kleine Accessoires an, die viel Neugierde wecken. „Es ist zwar ein teures Holz“, sagt Ertl, Aber er findet mit der Wirkung des Zirbelholzes gute Argumente für dessen Verwendung. Die Späne, die in die von Barbara Kornder genähten Kissen gefüllt werden, machen einen ruhigeren Schlaf. Und die Körbe halten Brot länger frisch.

 Besucher Klaus Röhler ist zudem von den Möglichkeiten begeistert, daraus ganz persönliche Geschenkideen entstehen zu lassen. Der Aubinger drechselt selbst und verwickelt Ertl in ein Fachgespräch. „Ich genieße es, hier über den Kunst- und Handwerkermarkt zu bummeln“, sagt er.

Stehen geblieben ist er auch am Stand von Barbara Kornder: Ihre Werke werden im Winter gefragt sein: gestrickte Mützen und Schals. „Damit habe ich bei meinen Kindern angefangen,“, erzählt die Germeringerin (57). Stricken und Basteln sei in ihrer Familie eh sehr angesagt. Davon profitieren auch die Eltern der im „Kleinen Muck“ betreuten Kinder. „Da freut sich mancher über Tipps“, so Kornder. „Man kann zwar im Internet vieles nachlesen, aber es macht doch mehr Freude, wenn die Anregungen praktisch sind.“ So werde das Hobby mit der Wolle gleich sehr viel persönlicher.

von Hans Kürzl

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