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Gerd Felder ist zufrieden: die Besucherzahlen im Freibad haben sich vor allem im Juli und August erholt.  

Schöner Spätsommer rettet Freibadbilanz

Germering – Die spätsommerliche Hitzewelle hat die Freibadsaison gerettet. Bäderleiter Gerd Felder rechnet bis zum Ende der Saison in gut zwei Wochen mit 100 000 bis 110 000 Besuchern: „Das ist gut.“

Die ersten Wochen nach dem Saisonstart zu den Pfingstferien Mitte Mai sah es eher nach einem schlechten Freibadjahr aus: Das Wetter spielte einfach nicht mit, kalte und regnerische Tage lockten niemanden ins Bad. Dass Bäderleiter Felder jetzt kurz vor Saisonende dennoch eine zufrieden stellende Bilanz ziehen kann – „Es ist ein ganz normales Freibadjahr“ – liegt vor allem am schönen Spätsommer. Felder: „Wann hatten wir zum letzten Mal so einen heißen August?“ Er sehe eine regelrechte Verschiebung der anhaltenden Sommerphasen im Kalender nach hinten.

Das vergangene Hitzewochenende habe so täglich bis zu 2400 Besucher ins Bad gelockt. Für ein Ferienwochenende sei dies sehr gut. Insgesamt werde man bis zum letzten Öffnungstag am 12. September, dem letzten Tag der Sommerferien, auf über 100 000 Besucher kommen. Wenn das Wetter nach dem 12. September noch schön sein sollte, werde man die Saison auch spontan verlängern. Weil man die Abwärme aus dem Eisstadion nutzen kann, wo die Saison schon begonnen hat, sei das auch energetisch sinnvoll.

Zur relativ guten Besucherbilanz kommt noch hinzu, dass es während der gesamten Saison keinerlei negative Zwischenfälle gab: „Es lief alles reibungslos.“ Auch das neue Wirtspaar des Freibad-Restaurants habe in ihrem zweiten Jahr aus Sicht der Bäderleitung alles gut gemacht – wobei man Beschwerden an einem Tag mit 5000 Besuchern nie ausschließen kann: „Allen kann man es nie recht machen“, meint Felder.

Einer der wenigen problematischen Punkte am Freibad ist und bleibt allerdings die begrenzte Anzahl an Parkplätzen. Dies sei in den vergangen Tagen noch verschärft worden, weil die Eissaison schon begonnen hat, erklärt Felder: „Da finden schon Turniere statt.“ Außerdem fehlen heuer Plätze, weil auf dem Parkplatz an der Einmündung der Bertha-von-Suttner- in die Kerschensteinerstraße das Kindergarten-Provisorium St. Nikolaus installiert wurde.

Die Situation ist laut Felder auch deswegen schwieriger geworden, weil man heuer viele neue Besucher festgestellt habe, die aus dem gesamten Landkreis und dem Münchner Westen nach Germering kommen. Man habe dies unter anderem am veränderten Kundenverhalten bemerkt: „Man erkennt es, wenn die Besucher sich erst orientieren müssen.“ Die Mitarbeiter müssten entsprechend oft Fragen zum Bad beantworten.

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