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Ein 15-Jähriger spielte Taxi für seine Mitschüler und fuhr sie von Germering nach Aubing und zurück.  Das Auto hatte er zuvor seinem Vater entwendet.

Von Germering nach Aubing und zurück

15-Jähriger entwendet Auto seines Vaters und kutschiert Mitschüler

Germering -  Ein 15-Jähriger spielte Taxi für seine Mitschüler und fuhr sie von Germering nach Aubing und zurück.  Das Auto hatte er zuvor seinem Vater entwendet.

Dem 15-jährigen Oberschweinbacher war offensichtlich der Weg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Germeringer zu umständlich. Deshalb nahm er kurzerhand am Montag gegen 7.30 Uhr den Schlüssel vom VW Passat seines Vaters an sich, um anschließend zur Schule in Germering zu fahren.

Doch damit nicht genug: Da am Montag das Projekt "Türkisch kochen" auf dem Stundenplan stand, bekamen die Schüler der 8. Jahrgangsstufe die Erlaubnis,  mit der S-Bahn nach Aubing zum Einkaufen zu fahren.  Der 15-Jährige nahm aber lieber das Auto. Er lud drei seiner Mitschüler ein und fuhr mit ihnen zu dem türkischen Geschäft in Aubing und zurück.  Danach fuhr er wieder nach Aubing, um noch weitere Schüler abzuholen.

Ein Schüler, der die Szene vom Einsteigen seiner Mitschüler beobachtete hatte und sich nicht dem Gruppenzwang des Mitfahrens beugte, vertraute sich anschließend einem Lehrer an und erzählte ihm von dem Vorfall. Die Schulleitung informierte daraufhin sofort den Schulverbindungsbeamten der PI Germering und hielt die vier Schüler, welche zuletzt aus dem Passat gestiegen waren, bis zum Eintreffen der Beamten fest.

Gegenüber den Zivilbeamten gab sich der 15-Jährige zunächst total abgebrüht und sagte, dass er den Fahrzeugschlüssel nicht habe. Nachdem die Polizisten die drei männlichen Schüler des Quartetts erfolglos durchsucht hatten und der Schülerin angedroht wurde, dass sie auf der Dienststelle von einer Kollegin durchsucht werde, fischte diese den Fahrzeugschlüssel aus ihrer Oberbekleidung. Die 16-jährige gab in ihrer Vernehmung später an, dass sie nur der Aufforderung „versteck ihn da wo ihn niemand findet“ ihres 15-jährigen Mitschülers nachgekommen war.

Der 15-jährige Fahrer zeigte sich auch nach dem Auftauchen des „Corpus Delicti“ wenig beeindruckt und stellte den Polizisten die durchaus provokante Frage „wie viele Sozialstunden er denn nun bekommen werde“? Ihn erwartet nun nicht nur eine Anzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis sondern auch eine Mitteilung an die Führerscheinstelle, was sich hinsichtlich des Erwerbs seines Führerscheins zum 18. Lebensjahr nachteilig auswirken dürfte.

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