Bei der Eröffnung des Stadtfestes im Juni kündigten sich im Hintergrund schon die dunklen Regenwolken an. archivfoto: Weber

Drei Tage im Juli

Stadtfest wird zur festen Einrichtung

Germering – Das dreitägige Stadtfest, das Anfang Juni zum 25. Jahrestag der Stadterhebung erstmals durchgeführt wurde, wird zur festen Einrichtung. Der Termin im nächsten Jahr steht schon fest: Gefeiert wird vom 14. bis 16. Juli.

Mit dem Fest vor der Stadthalle wollte die Stadt vor allem auch den Wegfall des Volksfestes kompensieren, das es seit dem Vorjahr nicht mehr gibt. Abgeschafft wurde das Traditionsfest vor allem auch, weil die Zahl der Besucher von Jahr zu Jahr abnahm.

Über mangelende Akzeptanz musste sich die Stadt beim Dreitages-Fest vor der Stadthalle nicht beklagen: Obwohl vor allem der erste Tag fast völlig ins Wasser fiel und die meisten geplanten Auftritte der Vereine in die Stadthalle verlagert werden mussten, wurden erstaunlich viele Besucher gezählt. OB Andreas Haas bedachte dies jetzt bei der im Hauptausschuss vorgestellten Bilanz mit den Worten: „Wir können’s auch bei nicht so gutem Wetter.“

Dagmar Hager, als Leiterin des Ordnungsamtes federführend mit der Durchführung des Festes betraut, zog ein „sehr positives Fazit“. Sie sei mit den Kollegen aus der Verwaltung alle drei Tage vor Ort gewesen und berichtete: „Wir haben sehr viel Zustimmung und Begeisterung erlebt.“

Der Freitag sei zwar wegen des einsetzenden Starkregens nicht optimal verlaufen. Es habe sich aber als Glücksfall erwiesen, dass die Germeringer Burschen, die für den Ausschank zuständig waren, auf die Schnelle einen Pavillon mit Biertischbestuhlung für rund 150 Personen auftreiben konnten. Diesen Unterschlupf werde man jetzt nächstes Jahr von Anfang an einplanen, versicherte Hager. Eine großflächige Überdachung des Platzes sei wegen des Baumbestandes und der schlechten Verankerungsmöglichkeiten nicht machbar.

Das Stadtfest ist Hager zufolge vor allem auch bei Familien mit kleinen Kindern sehr gut angekommen. Es habe für die kleinen Besucher auch ein sehr großes Angebot gegeben: Hüpfburg, Kinderschminken, Baumstammsägen und ein Kinderkarussell gehörten da ebenso dazu wie eine Dampflok, die auf dem Bouleplatz ihre Runden drehte.

Genaue Besucherzahlen liegen nicht vor. Bekannt ist aber, dass die Burschen rund 1500 Liter Bier ausschenkten und alleine am Stand der Wasserwacht 2200 Bratwürste verzehrt wurden. Am Stand der Stadt selbst wurden immerhin 1200 Luftballons verteilt.

Die Kosten des Stadtfestes haben sich im vorgegebenen Rahmen von 55 000 Euro gehalten. Der Großteil von 34 000 Euro ging für Bands, Platzmiete, Helfer, Spülmobil, Strom, Versicherungen und Technik drauf. Die Kosten des Bauhofs sind zwar noch nicht abgerechnet. Bekannt ist laut Hager aber, dass dessen Mitarbeiter insgesamt rund 500 Stunden für das Fest im Einsatz waren: „Mit den 55 000 Euro kommen wir also hin.“

Der Termin im nächsten Jahr ist unter anderem wegen der schlechten Erfahrungen mit dem Wetter nach hinten gelegt worden. Eine große Rolle bei der Terminwahl hat aber auch der späte Zeitpunkt der Pfingstferien im kommenden Jahr und die Belegung der Stadthalle gespielt. Man hat sich letztlich auf das Wochenende 14./15./16. Juli geeinigt. Die Stadt wird sich aber in Kürze noch mit den Vereinen zusammensetzen, die das Stadtfest gestaltet haben und eine Detailanalyse vornehmen, ehe mit den weiteren Planungen für nächstes Jahr begonnen wird.

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