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Noch steht an der Landsberger Straße das Verkaufsgebäude des Autohauses Moser. In naher Zukunft entsteht hier eine großzügige Wohnbebauung. 

Statt eines Autohauses 138 Wohnungen

Germering - Während die Pläne für die Bebauung des Morigl-Areals nach der Verhandlung des Verwaltungsgerichtshofs ins Stocken geraten sind, geht es auf der gegenüberliegenden Straßenseite weiter: Der Bebauungsplan für das Grundstück des früheren Autohauses Moser wird aufgestellt.

Bis vor Kurzem wurden an der Landsberger Straße 1 noch VW und Audi verkauft. Seit dem Umzug des Autohauses Moser in das Gewerbebiet Nord stehen die Verkaufs- und Werkstatträume leer. Wenn alles nach Plan läuft, werden hier in naher Zukunft 138 familiengerechte Wohnungen entstehen. Geplant sind in dem Karree mit großzügigem Innenhof auch eine Kindertagesstätte und kleinere Geschäfte.

Der Stadtrat hat jetzt die für den Bau notwendige Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen, der im Bauausschuss vorberaten wurde. Schon im Ausschuss war ein wesentlicher Teil der Diskussion die Frage, wie viele der neuen Wohnungen sozial gefördert werden können – der Bauträger steht hier in der Pflicht, weil ihm im Gegenzug mehr Baurecht zugestanden wird, als derzeit auf dem Areal vorhanden. Stadtbaumeister Jürgen Thum hatte im Ausschuss ein Modell vorgestellt, bei dem Interessenten mit geringem Einkommen in den Genuss von geförderten Darlehen zum Kauf der Wohnungen kommen können. Über die Zahl der auf diese Weise zur Verfügung gestellten Wohnungen wird mit dem Bauträger noch verhandelt. Derzeit liegt die angebotene Quote bei zehn Prozent.

Zehn Prozent sind zu wenig

SPD-Fraktionschef Robert Baumgartner wies wie schon im Ausschuss darauf hin, dass zehn Prozent zu wenig seien. Auch die Art der Förderung sei falsch. Er forderte eine weitere Untersuchung darüber, ob über eine noch zu gründende Gesellschaft auch Mietwohnungen angeboten werden können.

Stadtbaumeister Thum erklärte, dass die Inhalte des Vertrages zwischen dem Bauträger und der Stadt angemessen sein müssen: „Es besteht dort ja jetzt schon Baurecht.“

Auch für Christian Ganslmeier (CSU) war klar, dass Germering mehr günstigen Wohnraum braucht. Das kann seiner Meinung nach auch mit dem Eigentums-Modell verwirklicht werden. Es werde auch so sein, dass viele Käufer ihre Wohnung vermieten werden. Dem schloss sich Peter Klotz (FDP) an, der meinte: „Man sollte alles Mögliche versuchen.“ Tinka Rausch (SPD) entgegnete, dass Eigentümer ihre Wohnungen nur zu marktüblichen Preisen vermieten würden: „Das kann sich eine Krankenschwester oder ein Polizist nicht leisten.“

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