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Cornelia Rips schlägt große Wellen in der deutschen Schwimmszene. In Berlin wurde sich Kurzbahnmeisterin. 

Schwimmen

Der Traum von Olympia taucht auf

Germering – Mit 15 Jahren lohnt es sich, große Ziele anzupeilen. Die hat Cornelia Rips. Die junge Schwimmerin aus Germering will 2020 nach Tokio zu Olympia. Deutsche Meisterin ist sie nun schon mal.

 Eigentlich hatte Cornelia Rips vor den deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin noch tiefgestapelt: „Vielleicht eine Endlaufteilnahme, ein B-Finale, das wäre schon toll.“ Doch was die 15-Jährige, die dauerhaft am deutschen Stützpunkt in Halle/Saale lebt und trainiert, dann ins Wasser zauberte, war eine klare Ansage für die künftige Karriere. In jedem ihrer fünf Starts belegte sie einen der vorderen Plätze in den Vorläufen, qualifizierte sie sich dreimal fürs B- und sogar zweimal für das A-Finale, den Lauf der acht schnellsten deutschen Schwimmerinnen.

Bei solchen Ergebnissen konnte sich Rips sogar den Luxus leisten, aus taktischen Gründen auf das B-Finale über 200 Meter Lagen zu verzichten. Sie schwamm an diesem Tag nur ihr 50-Meter- Brust-Finale. Das sollte sich lohnen. Denn mit den gesparten Kräften schaffte sie am Folgetag über 100 Meter Lagen eine für Rips’ Verhältnisse sagenhafte Zeit von 1:02,63 Minuten. So schnell wie keine der übrigen Juniorinnen. Im A-Finale legte sie noch eine Schippe drauf, toppte die Zeit auf 1:02,37 Minuten und belegte damit Platz sechs der altersübergreifenden offenen Wertung.

Aus dem kleinen Mädchen, das vor wenigen Monaten noch ehrfürchtig staunte, wenn sie im Kreis der Großen auftauchte, ist für die Etablierten der Szene mittlerweile eine ernsthafte Konkurrentin geworden. So belegte sie über die 100 Meter Freistil mit Zeiten von 55,45 und 55,16 Sekunden den fünften Rang. Auf der doppelt so langen Distanz knackte sie mit 1:59,68 die magische Zwei-Minuten-Grenze, belegte Platz drei bei den Juniorinnen und war Zehnte der offenen Wertung. Über 50 Meter Brust unterbot Rips die 32-Sekunden-Marke (31,95), gewann das B-Finale, womit sie Neunte wurde. Ihr Vorlauf über 200 Meter Lagen brachte sie noch dazu auf Rang vier der Junioren-Wertung.

In Germering verfolgten ihre ehemaligen Trainer und Wegbegleiter bei der SSG Neptun die Leistungen mit Staunen und Stolz. Immerhin ist Cornelia Rips seit ihrem vierten Lebensjahr im Verein, ist deshalb ein echtes Eigengewächs und noch immer Klubmitglied. Obwohl sie mittlerweile dauerhaft in Halle lebt, dort das Sportinternat besucht und alle zwei Wochen von ihren Eltern – Vater Marcus ist Pressesprecher bei der SSG Neptun – besucht wird. Dass sie ihr Startrecht vor elf Monaten dem Verein in Halle übertrug, lag vor allem daran, dass sie dort auch im Stützpunkt trainiert. Denn das erforderliche Trainingspensum im Hochleistungssport konnte sie in Germering nicht mehr absolvieren. Etwas von ihrem Ruhm bleibt aber nach wie vor in Germering. Alle vier Wochen kommt die 15-Jährige (Hobbys: Lesen und Flöte spielen) kurz in die Heimatstadt.

Heuer wurde sie vom Deutschen Schwimmverband schon zur Junioren-Europameisterschaft geschickt, 2017 soll das WM-Debüt folgen. So sieht es der Masterplan der Stützpunkttrainer vor. Und die haben Cornelia Rips durchaus auf der Rechnung, wenn in naher Zukunft die Fernplanung für Olympia beginnt. „Wenn sie gesund und so in Form bleibt, wird Japan angepeilt“, wurde ihr schon mal auf den Weg gegeben.

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