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Freibad (Foto) und Hallenbad sollen da bleiben wo sie sind, aber erweitert und modernisiert werden. Für das Freibad werden dabei in den nächsten Jahren bis zu maximal neun Millionen Euro fällig für die grundlegende Sanierung.

Konzept steht

Mit zwei Bädern in die Zukunft

Germering - Hallenbad und Freibad bleiben als eigenständige Bäder erhalten. Beide sollen allerdings erweitert und modernisiert werden. Das steht jetzt nach den ersten Erkenntnissen des Bäderkonzepts fest.

Im Dezember beauftragte die Stadt das auf Bäder spezialisierte Neurieder Planungsbüro GMF mit der Erstellung eines Zukunftskonzepts für die Germeringer Bäder. Notwendig ist dies einerseits, weil das Lehrschwimmbecken an der Wittelsbacherschule spätestens Pfingsten 2017 geschlossen werden muss. Andererseits ist das Hallenbad bei der der jüngsten Generalsanierung nur für die nächsten zehn bis 15 Jahre fit gemacht worden – diese Zeit läuft bald aus.

GMF-Vertreter Thomas Meier präsentierte jetzt im Werkausschuss die ersten Ergebnisse des Konzepts. Seine Schlussfolgerungen wurden von den Stadträten ohne große Diskussion einstimmig übernommen. Wichtigstes Ergebnis: Ein Neubau des Hallenbads auf dem Freibadgelände scheidet ebenso aus wie ein kompletter Neubau von Frei- und Hallenbad auf dem Areal an der Autobahn. Letzteres wäre mit bis zu 40 Millionen wirtschaftlich nicht sinnvoll. Außerdem wäre die Verkehrsbelastung im Wohngebiet an der Kerschensteiner Siedlung zu groß.

Beide Bäder bleiben, wo sie sind

Die Lösung, die Meier und letztlich auch die Stadträte favorisierten, sieht folgendes vor: Beide Bäder verbleiben an ihren Standorten und werden dort weiterentwickelt. Für das Hallenbad bedeutet dies aus Sicht von Meier, dass es einerseits um einen Anbau erweitert wird, der ein neues Lehrschwimmbecken ebenso unterbringt wie Bereiche für Gesundheitsangebote und Eltern mit kleinen Kindern. Außerdem plädierte Meier für die Wieder-Inbetriebnahme der Sauna, die im Zuge der jüngsten Sanierung aufgegeben wurde. Wie die aber attraktiver als früher gemacht und wo eine notwendiger Außenbereich realisiert werden kann, muss laut Meier noch geklärt werden.

Auch eine Gastronomie sollte bei den Neuplanungen wieder aufgenommen werden: „Das ist mittlerweile in Bädern einen wichtige Einnahmequelle.“ Pro Badegast rechne man mit rund sieben Euro Umsatz.

Das Freibad verfügt zwar wie der Hallenbad aus Sicht der Experten über eine bestens gewartete Technik. Allerdings würden hier in naher Zukunft große Investitionen bei der fällig werdenden Sanierung der Becken anfallen. Im Zuge einer Modernisierung müsste man laut Meier auch die Umkleide- und Sanitärbereiche aufwerten. Überlegen sollte man sich auch, ob die im Vergleich zu anderen Bädern überproportional große Wasserfläche verkleinert werden kann. Beispielsweise sollte man sich Gedanken über die Zukunft des Sprungbeckens machen.

Die durchschnittliche Besucherzahl im Freibad von rund 100 000 je Saison werde man damit aber nicht steigern, erklärte Meier. Anders sieht es beim Hallenbad aus: Ein modernisierte Sport- und Familienbad mit Sauna habe ein Potenzial von rund 136 000 zahlenden Besuchern. Aber auch wenn dies erreicht werde, bleibe das Hallenbad ein Zuschussbetrieb.

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