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In diesem Altenheim in Krailling starb die Seniorin aus Germering.

Germeringerin stirbt

Rätsel um Medikamten-Überdosis im Altenheim

Germering/Krailling – Die Seniorin, die in einem Altenheim in Krailling (Kreis Starnberg) an einer Überdosis Medikamente verstorben sein soll, stammte aus Germering. Das wurde am Mittwoch bekannt. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt.

Mitte Januar war die Germeringerin, Jahrgang 1942, zur Kurzzeitpflege in das Caritas Altenheim „Maria Eich“ gezogen. Am 5. Februar war die Frau tot. Pflege-Mitarbeiter sollen der Bewohnerin ein bestimmtes Medikament zu oft verabreicht haben. Daraufhin soll die Seniorin ins Krankenhaus gebracht worden sein, wo sie schließlich verstarb.

Die Kriminalpolizei München hat bereits Vernehmungen im Altenheim durchgeführt, sagt der Sprecher des Polizeipräsidiums München, Gottfried Schlicht. Die Staatsanwaltschaft München II hat den Fall übernommen. Deren Sprecher Ken Heidenreich stellt aber trotz des durch die Caritas eingestandenen Fehlers des Pflegepersonals klar: „Wir ermitteln nicht gegen irgendjemand. Jetzt wird erstmal aufgeklärt, woran die Dame konkret gestorben ist.“

Dies könnte erklären, weshalb die mit der Medikamentenvergabe betrauten Pflegekräfte weiter im Altenheim tätig sind. Zumal auch die Sprecherin der Caritas, Adelheid Utters-Adam, sagt, „dass mal Medikamente fehlerhaft abgegeben wurden, ist schon in der Vergangenheit passiert. Aber nicht mit der Folge.“

Auch Heidenreich kann sich nicht an einen solchen Fall erinnern. Rund 80 Todesermittlungsverfahren bearbeite die Staatsanwaltschaft jeden Monat. „In den allermeisten Fällen handelt es sich um ältere Menschen“, sagt er. Und: „In den allermeisten Fällen ist es keine Straftat.“

Genaue Angaben dazu, wie es in Krailling zu der Überdosierung von Medikamenten gekommen ist, hat die Caritas bisher nicht gemacht. Ein Fehler im System sei es jedenfalls nicht gewesen, die Rede ist eher von menschlichem Versagen. Damit so etwas wie mit der Germeringerin nicht wieder passieren kann, werden die Medikamente ab sofort von einer weiteren Fachkraft überprüft. Das heißt: Künftig kontrollieren vier Augen die Dosierung.

Die Kriminalpolizei hat sich bisher nicht zum Fall geäußert. Noch ist unklar, ob der Fall eingestellt wird.

von Victoria Strachwitz

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