Ein Hotspot des Betreibers Hotsplots ist seit gestern am Kleinen Stachus in Betrieb. Hier kann jeder mit seinem Smartphone kostenfrei ins Internet gehen. dpa-foto

Germering

Es läuft: Freies Internet am Kleinen Stachus

Germering – Seit gestern gibt es am Kleinen Stachus kostenloses Internet mit freiem Zugang für alle. Die Reichweite ist derzeit noch auf den Platz selbst begrenzt, wird aber in Kürze noch extrem ausgeweitet.

 In der Stadtbibliothek und im Foyer des Rathauses gibt’s das Wlan-Angebot mit freiem Zugang zum Internet schon seit einiger Zeit. Der Platz vor der Stadthalle bis zum Bahnhof ist zum Stadterhebungsfest im Juni hinzugekommen. Jetzt ist es endlich auch am Kleinen Stachus so weit. Seit gestern ist eine Antenne in Betrieb, die auf der Spitze der Ampel an der Einmündung der Otto-Wagner-Straße in den Platz montiert ist.

Helmut Fetsch, EDV-Chef der Stadtverwaltung, probierte das neue Wlan-Netz des Berliner Betreibers Hotsplots als Erster aus – und war noch nicht ganz zufrieden. Normalerweise, so Fetsch, hätte die Antenne noch am selben Tag am nahen Stromverteilerkasten ans Netz angeschlossen werden sollen. Dann kann das Signal der Antenne verstärkt werden. Das Stachus-Wlan könnte anschließend auch noch in einer Entfernung von einem Kilometer genutzt werden.

Der bestellte Elektriker hatte allerdings ein Problem: Die vorverlegte Leitung war nicht zu finden. Er müsse jetzt die Schächte öffnen und nach dem Kabel suchen, meinte Fetsch. Das sei allerdings nicht so kompliziert wie es sich anhört. Es handle sich um leicht zugängliche Leerrohre, die der Techniker durchsuchen müsse. Fetsch geht davon aus, dass das weitreichende Wlan-Netz schon in den nächsten Tagen zur Verfügung steht.

Als Betreiber hat die Stadt wie schon bei der Bibliothek und im Rathaus den Anbieter Hotsplots gewählt. Der habe sich einerseits bewährt. Andererseits sei die Stadt auf diese Weise aus der Schusslinie, wenn es um irgendwelche Haftungsfragen geht. Die Kosten von zehn Euro im Monat seien so gut angelgt, erklärt der EDV-Experte.

Die Einrichtung des Netzes am Stachus ist Fetsch zufolge mit den Betrieben vor Ort abgesprochen worden. Das öffentliche Netz kann jetzt beispielsweise auch in der Enoteca am Platz genutzt werden – die Betreiber haben bewusst auf ein eigenes Angebot verzichtet.

Die Versorgung des Kleinen Stachus mit freiem Wlan ist noch nicht das Ende des Ausbaus. Als nächstes steht laut Helmut Fetsch die Gegend ums Freizeitzenturm an. OB Andreas Haas habe als Ziel ausgegeben, dass das Polariom rechtzeitig zum Start der Eishockeysaison im Bereich eines weiteren Wlan-Netzes liegt. Und dann werde noch geprüft, ob es noch Geschäfte im südlichen Bereiche der Otto-Wagner-Straße gibt, die eigens versorgt werden müssen.

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