In Germering

Auf Tuchfühlung mit Ziegen und Eseln

Germering – Seit 31 Jahren gehört der Streichelzoo genauso zum Ferienprogramm der Stadt wie die Schulferien zum Sommer. Bei den Germeringern ist er beliebt, gerade weil er Kindern Natur und Tiere nahebringt.

Eine Neuerung hat es aber nach über 31 Jahren gegeben. Im offiziellen Programm der Stadt ist der Streichelzoo diesmal ziemlich ans Ende der Ferien gerutscht. Der Grund ist simpel: „Es ist eine Zeitfrage, wir waren in Urlaub“, erklärt Peter Kunz, der Schwiegersohn der Frischmuths, der zu den Organisatoren des Ferientages im Streichelzoo gehört. Die Mithilfe von Kunz und seiner Frau ist bei den arbeitsintensiven Vorbereitungen wichtig.

Für die die beiden zwölfjährigen Mädchen Michelle und Jasmin ist es „supertoll, dass es diesen Streichelzoo gibt“. Obwohl sie in Germering wohnen, hat es sie zum ersten Mal in die Nähe des Schusterhäusls gezogen. Für die Sechstklässlerinnen hat es sich gelohnt. „Wir haben die Ziegen gefüttert“, erzählen sie mit Begeisterung. Es sei sehr spannend gewesen, wie sich die Tiere immer wieder genähert hätten.

Berührungsängste hatte auch der sechsjährige Jacob nicht. Der Ritt auf Esel Karl zählte für ihn zu den Höhepunkten. „Dabei haben wir das nur zufällig gesehen“, erzählt Mutter Monika Eiberger aus Hechendorf. Man sei zu Besuch in Germering gewesen und habe das Hinweisschild gesehen. „Schön, dass es so was für Kinder gibt.“

Für die Betreiber des Streichelzoos wird es von Jahr zu Jahr trotz aller Dankbarkeit der Kinder und der Liebe zu den Tieren mühevoller, den Beitrag zum Ferienprogramm zu leisten. Walter Frischmuth ist mittlerweile 83 Jahre alt. Da seien Gedanken an das Aufhören schon verständlich. „Zumindest beim Ferienprogramm überlegen wir schon von Jahr zu Jahr, ob wir das noch schaffen“, erklärt Kunz. Den Streichelzoo selbst werde man so lange fortführen „wie es irgendwie geht“.

Der finanzielle Aspekt spielt ebenfalls eine Rolle. Rund 1000 Euro monatlich kostet der Unterhalt der Tiere und die Pflege des Geländes. Dennoch blieben sich die Frischmuths auch im Sommer 2016 treu. Ihrer Unabhängigkeit zuliebe verzichteten sie auf große Unterstützung. So gesehen passte auch die Ankündigung im Programmheft der Stadt: „Mitzubringen sind eventuell Fünf- Cent-Stücke für den Futterautomaten.“ (hk)

Im Ferienprogramm

gibt es bis zum Schulbeginn am 13. September noch einige Angebote. Mehr Infos dazu unter www.germering. de/ferien.

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Endlich bequem mit dem Aufzug zum Bahnsteig

Germering – Das lange Warten ist beendet: Gestern Vormittag ist der Aufzug in der Unterführung, der zum Mittelbahnsteig des S-Bahnhofs führt, in Betrieb genommen worden.
Endlich bequem mit dem Aufzug zum Bahnsteig

Bundestag 2017: Gewählt wird wie noch nie

Germering/Starnberg/Landsberg - Rund 13 Monate vor der nächsten Bundestagswahl kommen die Vorbereitungen in Gang – bei den Parteien ebenso wie im Starnberger …
Bundestag 2017: Gewählt wird wie noch nie

Sanitäter helfen seit 50 Jahren vor Ort

Germering - Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ist seit einem halben Jahrhundert mit einer Bereitschaft in Germering vertreten. Gefeiert wurde das Jubiläum jetzt mit einer …
Sanitäter helfen seit 50 Jahren vor Ort

Wenn fremde Künstler heimisch werden

Germering - Die 16 Mitglieder des Kunstkreises, die noch bis einschließlich Freitag ihre Werke in der Stadthalle ausstellen, haben eines gemeinsam: Sie sind keine …
Wenn fremde Künstler heimisch werden

Kommentare