Das aktuelle Interview

Gesundheitstage: Das ist heuer geboten

Fürstenfeldbruck - Wie halte ich mich fit? Welche Therapie-Möglichkeiten gibt es für Krankheiten? Wie sorge ich fürs Alter vor? All diese Fragen werden bei den Gesundheitstagen am Wochenende im Veranstaltungsforum beantwortet. Projektleiterin Maria Leitenstern-Gulden gibt einen Ausblick:

Wie halte ich mich fit? Welche Therapie-Möglichkeiten gibt es für Krankheiten? Wie sorge ich fürs Alter vor? All diese Fragen werden bei den Gesundheitstagen am Wochenende im Veranstaltungsforum beantwortet. Projektleiterin Maria Leitenstern-Gulden gibt einen Ausblick:

Frau Leitenstern-Gulden, seit wann gibt es die Gesundheitstage und wie haben sie sich entwickelt?

Maria Leitenstern-Gulden

Leitenstern-Gulden: Die ersten Gesundheitstage fanden 2004 statt – klein, aber fein. Einen großen Aufschwung nahmen sie 2005, als wir sowohl das Brucker Klinikum als auch den Bayerischen Rundfunk mit dem „Gesundheitsgespräch mit Marianne Koch“ zu unseren Partnern zählen konnten. Die Gesundheitstage wurden von Anfang an gut angenommen, inzwischen sind sie zu einem Qualitätsbegriff in der Region geworden für vielfältige, seriöse Informationen und attraktive Mitmach-Angebote.

Ist der BR noch dabei?

Leitenstern-Gulden: Nein. Umstrukturierungen im Gesundheits-Ressort des BR waren verantwortlich dafür, dass „Das Gesundheitsgespräch“ nicht mehr live von den Gesundheitstagen übertragen wird. Allerdings war Dr. Marianne Koch in den letzten Jahren mehrmals als Referentin bei uns.

Sicher ist die Nachfrage seitens der Aussteller groß. Wie sortieren Sie aus, wie erkennen Sie „Scharlatane“?

Leitenstern-Gulden: Bei Ausstelleranfragen, die mit unserem Konzept eines seriösen Informationsangebots nicht vereinbar sind, geben wir keine Zusage. So gibt es beispielsweise Anfragen für Produkte, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nicht belegt ist und die noch dazu viel Geld kosten. Hier geben wir keine Zusagen.

Was gibt’s heuer Neues an den Gesundheitstagen?

Leitenstern-Gulden: Neben den bewährten und stark nachgefragten Themenbereichen setzen wir jedes Jahr neue Akzente. Heuer sind das Vorträge zur finanziellen Vorsorge und Versorgung bei Krankheit, Pflegebedürftigkeit und im Alter, zur Orientierung der Patienten im Dschungel der Informationen und Therapiemöglichkeiten. Aber es gibt auch Infos zum Thema Hirntod und Organspende. Außerdem gibt es ein prominent besetztes Podium zum Thema Glück als Lebensziel. Das Brucker Klinikum stellt sein neues Endoprothetik-Zentrum vor (Implantation von künstlichen Hüft- und Kniegelenken, Anm. d. Red.). Wir bieten hilfreiche Informationen für Angehörige und interessierte Menschen zum Umgang mit Demenz, zum Leben nach dem Herzinfarkt, zur Faszientherapie und vieles mehr.

Was ist bei der Ausstellung „Plastikmüll vermeiden“ geboten?

Leitenstern-Gulden:  Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Agenda-21-Büro des Landkreises – eines der langfristigen Projekte, die wir im Rahmen der Gesundheitstage durchführen. Die Ausstellung „Plastik – Fluch oder Segen“ leihen wir über die Bund-Naturschutzgruppe Gröbenzell aus. Unsere Absicht ist, zusätzlich zu den Informationen über Plastik und Plastikmüll Alternativen für den Alltag aufzuzeigen, die sich von den Bürgern einfach umsetzen lassen.

 Das Thema „Genießen“ nimmt einen sehr großen Stellenwert ein. Auch Flüchtlinge bieten Spezialitäten an. Welche? Worauf dürfen sich die Besucher neben der regionalen Genussmeile genau freuen?

Leitenstern-Gulden:  Ja, das Genießen gehört zum Leben einfach dazu! Der Geschmackssinn ist wichtig, deshalb haben wir heuer auch einen Geschmack-Parcours für Kinder mit im Programm. Auf der Genussmeile – einer Kooperation zwischen Agenda 21 und der Gruppe Slow Food – kann eine Vielfalt an regional erzeugten Lebensmitteln wie Honig, Wurstspezialitäten, Kräuter, Eis und Nudeln verkostet und gekauft werden. Syrische und afghanische Flüchtlinge bieten Spezialitäten aus ihrer Heimat an – der Erlös geht an soziale Projekte.

Was ist das Suppenfest?

Leitenstern-Gulden: Das Suppenfest gehört mittlerweile zur Tradition. Es wird organisiert vom Agenda-21-Büro und von der Gruppe Slow Food. Am Sonntag gibt es fünf verschiedene Suppen. Davon besteht eine aus „krummen Rüben“. Gekocht haben sie Jugendliche der Brucker Realschule. Neu ist heuer das Suppenfest am Samstag. Dann betreuen Ernährungs-Fachfrauen den Stand. An beiden Tagen geht der Erlös an gemeinnützige Projekte.

Die Veranstaltung hat sich mittlerweile zum größten Gesundheitsforum in der Region München entwickelt. Wie lautet das Erfolgsrezept?

Leitenstern-Gulden: Dazu gehören mehrere Faktoren. An erster Stelle das Team, das umsichtig und konstruktiv zusammenarbeitet. Von Anfang an sind Michaela Bock, das Agenda-21-Büro und die Sozialwissenschaftlerin Dr. Elisabeth Redler dabei. Später kamen Andrea Wieland, Pressesprecherin beim Klinikum, und Dr. Hans-Joachim Lutz, Arzt aus Germering, dazu. Optimale Rahmenbedingungen tragen ihr Übriges bei. Das Veranstaltungsforum ist nicht nur eine wunderbare Lokalität. Wir schätzen auch die freie Hand, die uns Chef Norbert Leinweber lässt. Ohne die langjährigen Partner – unter ihnen ist auch der Brucker TuS – und ohne Sponsoren wäre das Programm nicht zu realisieren. Ich selber bin ein großer Fan einer sinnvollen Gesundheitsvorsorge. Bei mir spielt neben Ernährung und Bewegung die Freude an unterschiedlichen Aktivitäten eine Rolle.

Die Gesundheitstage

finden am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr im Veranstaltungsforum statt. Der Eintritt ist frei. (akk)

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