Kosten steigen

Bad-Sanierung - ein Fass ohne Boden?

Grafrath - Die Sanierung des Schulschwimmbads in Grafrath wird viel teurer als gedacht. Doch der Gemeinderat will lieber mehr investieren – und dann länger Ruhe haben.

Die Gemeinde muss bereits jetzt 30 000 Euro mehr als geplant berappen. Weitere 20 000 Euro Mehrkosten sind noch in der Schwebe. Bei den Arbeiten hatte sich laut Planer Klaus Reitberger gezeigt, dass der Warmwasserverteiler marode ist und ausgetauscht werden muss. Kosten: 6500 Euro.

Doch damit nicht genug. Auch die Aufhängung für die Lüftungsrohre und die Lampen drohte durchzurosten. „Es ist noch keine Gefahr im Verzug, aber es sollte trotzdem zügig erledigt werden“, sagte Reitberger im Gemeinderat. Außerdem regte er an, die Beleuchtung komplett neu zu machen. Dabei würden alle Lampen gegen eine LED-Beleuchtung ausgetauscht. Eine punktuelle Sanierung würde die Gemeinde geschätzte 10 000 Euro kosten, die Kompletterneuerung rund das Doppelte.

Max Riepl-Bauer (CSU) sprach sich für die teure Variante aus: „Wir sollten langfristig denken, und auf lange Sicht wird uns die teure Variante sogar Geld sparen.“ Ebenfalls saniert werden muss die Treppe im Schwimmbad, da dort Betonschäden aufgetreten sind. Dies würde laut Reitberger 18 000 Euro kosten. Christian Strasdat (GE) regte an, sich gleich über eine neue Treppe Gedanken zu machen. Der Planer schätzte zwar, dass dies teurer als eine Sanierung kommt. Dennoch wollen sich die Räte alternative Lösungen mit einer neuen Treppe vorstellen lassen, ehe sie über die Ausgabe entscheiden.

Einstimmig abgesegnet hat das Gremium 30 000 Euro für Warmwasserverteiler, Lüftungsaufhängung und komplette Erneuerung der Beleuchtung. Darüber hinaus gab Reitberger weitere Kosten bekannt, die im Rahmen der Sanierung anfallen werden: So kostet die Erneuerung des Daches auf dem Altbau rund 155 000 und auf der Turnhalle 135 000 Euro. Für eine Pelletsheizung und eine Warmwasser-Kollektoranlage auf dem Dach der Turnhalle fallen 350 000 Euro an.

Außerdem will die Gemeinde 150 000 Euro in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Altbaus investieren. Die Anlage würde sich laut Reitberger bei einer konservativen Prognose in 16 bis 17 Jahren amortisieren. Zudem bekommt die Gemeinde laut Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) im Rahmen der Generalsanierung für einen Teil der Maßnahmen staatliche Zuschüsse.

Das Gremium segnete die Planung letztlich einstimmig ab und beauftragte den Planer, die Gewerke auszuschreiben. Zumindest die Heizungserneuerung soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

von Andreas Daschner

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