Voraussichtlich bis Mitte November laufen die Bauarbeiten an der Freya-Unterführung.

Ab 17.  Mai wird gewerkelt

Freya-Unterführung: Sanierung beginnt

Gröbenzell - Der Ort ist durch die Bahnlinie getrennt. Dank der Freya-Unterführung sind der Süden und der Norden der Gemeinde aber gut miteinander verbunden. Ab dem 17. Mai wird das Bauwerk saniert – das hat Folgen für Autofahrer, Radler und Fußgänger.

Seit Jahren wird im Rathaus beklagt, dass die Bahnunterführung in der Freya-Straße marode ist. Der Beton bröckelt, teils ist das nackte Eisengeflecht darunter zutage getreten. Doch nun wird gehandelt: Die Unterführung wird saniert.

Deshalb ist die Durchfahrt ab dem 17. Mai nur einseitig möglich. In Richtung Norden ist die Unterführung gesperrt. Der Verkehr wird über die Olchinger Straße, die Straße Am Zillerhof und die Eschenrieder Straße umgeleitet.

Halteverbot in mehreren Straßen

Gleichzeitig gilt absolutes Halteverbot: in der Eschenrieder Straße und der Wildmoosstraße von der Einmündung der Freya- bis zur Von-Koch-Straße. Gesperrt wird ab dem 17. Mai auch der östliche Fuß- und Radweg der Freyastraße.

Während der Bauarbeiten wird der Verkehr über die Olchinger Straße, die Straße Am Zillerhof und die Eschenrieder Straße in den Norden umgeleitet. Zudem gelten Halteverbote.

Ab Ende Juli wird dann auf der Westseite der Unterführung gearbeitet – die Einbahnstraße wechselt auf die Ostseite. Der Geh- und Radweg auf der Westseite wird in zwei Abschnitten so gesperrt, dass immer ein Zugang zum Bahnhof möglich ist. Ab den Sommerferien wird dann die Geh- und Radwegbrücke im Verlauf des Bahnwegs saniert und ebenfalls gesperrt.

Anschließend werden die beiden Geh- und Radwegrampen westlich und östlich der Freyastraße barrierefrei ausgebaut. Um das Überqueren der Freyastraße in dieser Zeit möglich zu machen, wird an der Kreuzung zur Hubertusstraße eine Fußgängerbedarfsampel aufgestellt. Mitte November sollen die Arbeiten dann beendet sein.

Lange hatte der Gemeinderat um die Sanierung gerungen. Vor allem die Kosten hatten so manches Gemeinderatsmitglied aufgeschreckt. 1,5 Millionen soll die Sanierung kosten, hieß es zunächst. Deshalb wurde einiges gestrichen, darunter eine Kanalsanierung, die zunächst vorgesehen war. Diese sei nicht notwendig, hatte der Tiefbauer im Rathaus, Friedbert Erlenbauer, erläutert: das sparte geschätzte 64 000 Euro ein. Weitere 182 000 Euro konnten eingespart werden, weil die Fahrbahndecke in der Unterführung nicht erneuert wird.

Festgelegt wurde, das 310 Meter lange Trogbauwerk nebst Rampen und die Brücke über die Freyastraße zu sanieren. Zudem wird in die Fuß- und Radwege entlang der Unterführung investiert. Der Weg auf der Ostseite wird so umgebaut, dass in Zukunft zwei Radler problemlos aneinander vorbeifahren können, dazu wird die kleine Schwelle, die derzeit Geh- und Radweg trennt, entfernt. Denn der Weg wird von der Olchinger Straße kommend zum Gymnasium, zum Freizeitheim, zur Waldorfschule und zu den Kindereinrichtungen gerne von Radlern genutzt.

Gesamtkosten von 1,2 Millionen Euro

Allerdings wird auch in die Gegenrichtung zurück zur Olchinger Straße geradelt. Der Weg auf der Westseite aber bleibt, wie er ist, hier fahren Radler lediglich in Ausnahmefällen gegenläufig. Zudem wird im Zuge der Arbeiten die Anbindung der Grünfinkenstraße an den Geh- und Radweg der östlichen Freya-straße verbessert.

Auf rund 1,1 Millionen hatte der Gemeinderat letztlich die Sanierung veranschlagt. Als aber die Baufirmen ausgewählt wurden, gab’s eine böse Überraschung: Betoninstandsetzung und Straßenbau werden um 120 000 Euro teuer als gedacht. Die Gesamtkosten betragen nun also rund 1,2 Millionen – und alles muss die Gemeinde zahlen, denn sie ist Eigentümer des Unterführungsbauwerkes. (sus)

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