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Martin Schäfer hat die Bürgerversammlung geleitet. Vor knapp drei Wochen hatte der Rathauschef einen Schlaganfall erlitten. 

Bürgerversammlung

Rathauschef nach Schlaganfall zurück

Gröbenzell – Fragen zu Verkehr, Baumaßnahmen und Hochwasser bewegten die Gröbenzeller bei der Bürgerversammlung. Martin Schäfer stand ihnen Rede und Antwort. Knapp drei Wochen nach seinem Schlaganfall ist er zurück im Amt.

Mit viel Beifall wurde Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) bei der Bürgerversammlung am Freitag von seinen Zuhörern empfangen. „Jetzt bin ich zurück“, sagte er im Bürgerhaus. Nun sei er wieder einsatzfähig. „Zwar nicht zu 150, aber zu 100 Prozent.“ Er kündigte an, in den kommenden Monaten kürzer zu treten. Wochenendtermine würden seine Vertreter oder Gemeindereferenten wahrnehmen.

Tempo 30 in der Zillerhofstraße

Die Gröbenzeller machten ihm den Wiedereinstieg leicht, sie hatten nur wenige Fragen an das Rathausoberhaupt – vorwiegend zum Thema Verkehr. Helmut Berger sprach die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 in der Zillerhofstraße im Bereich der Einmündung der Pfarrer-Thaurer-Straße an. Das wurde eingeführt als die Freya-Unterführung zur Baustelle und die Zillerhofstraße als Umleitung genutzt wurde.

Doch mittlerweile sind die Sanierung und der Umbau der Unterführung abgeschlossen. Berger wollte wissen, ob Tempo 30 bleibt. Dass dort künftig wieder 50 gefahren werden kann, glaubt Schäfer nicht. „Ich bin ein Verfechter von Tempo 30 an der Stelle“, betonte er. Die Einmündung zur Pfarrer-Thaurer-Straße sei vor allem für Radler, die besonders morgens zahlreich aus Richtung Lochhausen zu den Schulen in Gröbenzell fahren, ein gefährliches Eck.

Dass dort langfristig Tempo 30 gelten werde, stehe aber noch nicht fest, so Schäfer. Derzeit werde mit einem Geschwindigkeitsmessers geprüft, wie viele Autos dort zu schnell unterwegs sind. Sollten die Zahlen nicht gesunken sein, werde Tempo 30 beibehalten, kündigte er an.

Edeltraud Mierau-Bähr bewegte das Thema Hochwasser. Die Verunsicherung der Bürger sei groß, sagte sie. Schließlich seien vorwiegend im Norden der Gemeinde rund zwei Drittel der Fläche als vorläufige Überschwemmungsgebiete festgesetzt worden. Sie beantragte daher eine gemeindliche Informationsveranstaltung, zu der auch Vertreter der zuständigen Behörden, wie Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt, eingeladen werden sollen.

Infoveranstaltung zum Hochwasser

Unter den anwesenden Bürgern fand Mierau-Bährs Antrag zwar keine Mehrheit. Aber Schäfer versprach, dass es eine solche Veranstaltung geben werde. Noch aber kämen aus den Ämtern immer andere Informationen. „So weit sind die anscheinend noch gar nicht“, sagte der Bürgermeister.

Auf Nachfrage Mierau-Bährs erfuhren die Bürger auch, was das voraussichtlich im Herbst 2019 fertiggestellte neue Rathaus in etwa kosten wird. „Zwischen 8 und 13 Millionen Euro“, so Schäfer. Dies sei aber nicht die einzige teure geplante Maßnahme in der Gemeinde,

Auch ein Um- beziehungsweise Teilneubau der Ährenfeldschule steht an. Dies soll rund 5,7 Millionen Euro kosten. Der Umbau der Freya-Unterführung werde wohl 1,3 Millionen gekostet haben. Circa eine Million Euro verschlingt die Umgestaltung der Außenanlagen der Gröbenbachschule.

2018 startet Umbau der Kirchenstraße

Näher gerückt sind auch Umgestaltung von Bahnhof- und Kirchenstraße. Für die westliche Bahnhofstraße würden derzeit die Stellungnahmen von Bürgern und Trägern öffentlicher Belange zu einem ersten Bebauungsplanentwurf abgewogen. Schäfer erwartet, dass im kommenden Jahr erste Baumaßnahmen starten können – zunächst wohl von Privatleuten. Für die Kirchenstraße, in deren Umbau wohl auch die Rathausstraße einbezogen werden wird, schätzt er, dass 2018 begonnen werden kann.

von Susanne Schwind

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