Gröbenzell

Günstige Wohnungen im Züblin-Zwickel

Gröbenzell - Preisgünstige Wohnungen sind knapp in Gröbenzell. Seit Jahren aber liegt ein gemeindliches Grundstück brach, der Züblin-Zwickel an der Lena-Christ-Straße. Dort ist öffentlich geförderter Wohnraum vorgesehen.

Der Zwickel ist etwa 6000 Quadratmeter groß. Rund 2600 Quadratmeter sind als Bauland ausgewiesen. Im Februar war das Areal dem Landratsamt für Flüchtlingsunterkünfte angeboten worden. Doch die Behörde hatte zu den von der Gemeinde angebotenen Bedingungen nicht zugegriffen. Nun könnte es sein, dass dort tatsächlich preisgünstige Wohnungen entstehen. Grüne und SPD hatten dazu Anträge in den Gemeinderat eingebracht. Peter Falk (SPD) weist in seinem Antrag, für das Areal ein Konzept für gemeindlichen Wohnraum zu erstellen, darauf hin, dass sich die Gemeinde dazu am Wohnungspakt Bayern beteiligen sollte.

Denn dies ermögliche eine Bezuschussung durch den Staat von 30 Prozent und zinsverbilligte Darlehen. Der Antragsteller der Grünen, Markus Rainer, könnte sich vorstellen, auf dem Grundstück das zulässige Bauvolumen von 1200 auf 2000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche zu erhöhen, was eine Wohnfläche von rund 1500 Quadratmetern ermöglichen würde.

Er stellt sich zwei bis drei Gebäude vor. Wer hatte die Idee? Streit zwischen CSU und SPD Das Gremium will das Thema weiter verfolgen und im Herbst erneut beraten. Planungsmittel von 50 000 Euro stehen bereits im Haushalt. Sollte der Züblin-Zwickel eines Tages tatsächlich bebaut sein, hätte dies mehrere Mütter. Denn die CSU-Fraktionsvorsitzende Brigitte Böttger erinnerte daran, dass auch ihre Fraktion die Bebauung beantragt hatte. Ein Wortbeitrag, der bei der SPD auf helle Empörung stieß. Axel von Walter (SPD) hatte dies anders in Erinnerung: „Wir haben beharrlich seit Jahren daran gearbeitet“, sagte er, die SPD habe „mantra-artig“ immer wieder Anträge dazu gestellt.

Wie auch Falk war ihm im Gedächtnis haften geblieben, dass die CSU die Bebauung vielmehr zehn Jahre lang verhindert habe. Auch Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) votierte dafür, eine Bebauung des Zwickels voranzutreiben. Bisher hatte er dies abgelehnt: Die Kapazitäten im Rathaus reichten für weitere Aufgaben nicht aus. Doch jetzt sei Personal dafür da, erklärte er, in den vergangenen Monaten waren mehrere Mitarbeiter neu eingestellt worden. Zu viele Sitzungen? Viele Ratsmitglieder fehlten zuletzt Skeptisch ist Schäfer, ob die Gemeinderatsmitglieder den Arbeitsdruck aushalten.

Alleine der Rathausneubau werde zahlreiche Sitzungen nötig machen. Bereits am Donnerstag hatte sich gezeigt, dass so manches Ratsmitglied der Belastung, jede Woche zu einer Sitzung erscheinen zu müssen, nicht standhält: Gerade einmal zwölf von 24 Gemeinderäten waren anwesend, das Gremium einschließlich Bürgermeister gerade noch beschlussfähig. Mehrere Gremiumsmitglieder hatten nach einer nichtöffentlichen Sitzung im öffentlichen Teil nach und nach den Saal verlassen, so dass Schäfer bereits warnte, niemand dürfe mehr zur Toilette gehen. Jedes Verlassen des Sitzungssaals wurde dann auch kritisch beäugt, doch von den restlichen zwölf Räten kehrte jeder wieder in kurzer Zeit brav auf seinen Platz zurück.

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