Hochwasserschutz

Ein See im Park soll Gröbenbach-Wasser aufnehmen

Gröbenzell – Mehr als zehn Jahre hat Albert Fahr für die CSU im Gemeinderat mitgearbeitet. 2008 hat er das Gremium verlassen. Doch noch immer macht sich das Mitglied des CSU-Ortsvorstands darüber Gedanken, was in seiner Gemeinde verbessert werden könnte. 

Derzeit beschäftigt ihn, aber auch den Gemeinderat, der Hochwasserschutz am Gröbenbach. Im Juli wäre der nämlich fast über die Ufer getreten. Auf Antrag von Vizebürgermeister Martin Runge (Grüne) wird deswegen mit den Eigentümern der Gröbenbachwiese nahe der Bernhard-Rößner-Schule über einen Ankauf durch die Gemeinde verhandelt.

Dies geschieht zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ein Ergebnis ist derzeit nicht bekannt. Doch sollten die Verhandlungen von Erfolg gekrönt sein, hat Fahr einen konkreten Vorschlag, wie das Areal, das derzeit für landwirtschaftliche Zwecke dient, in Zukunft genutzt werden könnte. Er möchte dort nämlich einen kleinen Park mit See entstehen lassen. Dieser würde bei einem über die Ufer tretenden Bach von dessen Wasser überflutet. Er könnte aber ansonsten für Spaziergänge genutzt werden.

Gedanken hat sich Fahr auch über die Verkehrsbelastung des Gröbenzelles Nordens gemacht. Er hat eine konkrete Idee, wie dieser Bereich ganz erheblich entlastet (vor allem von Lkw) werden könnte. Denn derzeit nutzt so mancher Verkehrsteilnehmer die Straße Am Zillerhof, fährt über die schmale Akeleistraße und die Graßlfingerstraße in Richtung Müllverbrennungsanlage in Geiselbullach oder Richtung Stuttgarter Autobahn.

Fahr schlägt nun vor, die Straße Am Zillerhof zu verlängern. An der Kreuzung zur Eschenrieder Straße könnte dann Gröbenzells erster Kreisverkehr entstehen. Diese Idee war auch schon von Grünen-Gemeinderat Markus Rainer eingebracht worden. Er hatte aber keine Mehrheit gefunden.

Fahrs Idee ist es, an den Kreisverkehr anschließend einen Fußweg entlang eines nichtöffentlichen Erholungsgeländes zur Straße auszubauen, die Güterbahnstrecke zu untertunneln und die Fahrbahn letztlich auf Olchinger Flur in die Gröbenzeller Straße einmünden zu lassen. Eine Nord-Ost Umgehung Gröbenzells würde entstehen, die so manchen Bürger im Norden der Gemeinde ruhiger schlafen lassen und nur wenige Anwohner belasten würde, erläutert er.

Bei Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) stößt die Idee auf verhaltene Begeisterung. Er erklärt dazu zwar einerseits: „Ich bin für alle guten Ideen offen“. Doch dies umzusetzen, sei letztlich „nicht ganz einfach“.

An anderer Stelle im Ort liegt Fahr die Sicherheit von Radlern und Fußgängern am Herzen: an der Kreuzung Olchinger Straße/Am Zillerhof. Denn LKW-Fahrer, die von München kommend in die Straße Am Zillerhof einbiegen, benötigten dabei viel Platz. Platz, den die zweispurige Straße aber nicht hergebe.

Fahr schwebt daher vor, die Straße Am Zillerhof im Bereich der Kreuzung zur Olchinger Straße mit einer Rechtsabbiegespur auszustatten. Eine Idee, die auch bereits diskutiert wurde als ein Investor das Grundstück des Möbelhauses Fahr mit einem Verbrauchermarkt bebauen wollte. Auch der Bürgermeister könnte sich hier eine Veränderung durchaus vorstellen, ihm schwebt aber statt der Schaffung einer weiteren Spur für motorisierte Verkehrsteilnehmer eine Radl-spur vor. susanne schwind

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