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Marie (7) führt Meilo durch einen Teil des Gaudi-Parcours.

Gaudi-Parcours beim Hundesportverein Gröbenzell

Würstl und Massage als Turnierbelohnung

Gröbenzell - Wer einen Hund hat, muss Gassi gehen – egal, ob es regnet, graupelt oder schneit. Deshalb ließen sich auch 31 Halter mit ihren Zamperln vom Dauerregen nicht davon abhalten, am Gauditurnier des Hundesportvereins Gröbenzell teilzunehmen.

„Also der Meilo, der muss schon noch viel lernen“, sagt die siebenjährige Marie über den Pflegehund, den ihre Familie kurzzeitig aufgenommen hat. Ihre Mama Melanie Fiebig ist Schriftführerin beim Hundesportverein (HSV) Gröbenzell. Sie begleitet Töchterlein Marie und den kleinen Mischlingsrüden ihrer Cousine durch den Gaudiparcours.

Den meistern letztlich alle Vierbeiner, nachdem sie die entsprechende Motivationshilfe – oft in Form von Leckerlis, sprich: Hundekeksen oder ähnlichem – bekommen haben. Und das ist beileibe nicht selbstverständlich: Denn nicht jeder Hundling ist von den nassen Startbedingungen begeistert. So mancher Vierbeiner hätte es sich lieber im Trockenen gemütlich gemacht, sei es unter der Markise oder im Vereinsheim auf einer Decke. Aber hilft ja nix: Das Wienerle nach Bewältigung der Herausforderung will schließlich verdient werden.

Trotz Wolkenbruch und Dauerregen herrschte gute Stimmung auf dem durchnässten Hundeplatz. Für so manchen Vierbeiner war es sichtlich das größte Vergnügen, nach dem Dauerlauf im Schnürlregen ordentlich trocken gerubbelt, sprich: massiert zu werden. Und das kam auch Herrchen und Frauchen letztlich zu Gute. Denn ein nasser Hund im Auto ist nicht jedermanns Sache. Das kann nämlich ganz schön stinken.

Umso besser, wenn man ein kurzes Fell hat – wie Willi, der zweijährige Alt-Dänische Jagdhund-Mix von Manuela Braun. „Ein Vereinsmitglied hat mich auf das Turnier aufmerksam gemacht“, erzählt die Dachauer Hundehalterin. Im vergangenen Jahr habe sie auch schon teilgenommen. Dabei sei sie spaßeshalber, wie sie betont. Chancen auf einen der drei Pokale rechnet sie sich keine aus, und das ist ihr auch gar nicht wichtig. „Unser Willi liebt es, wenn er über das Gassigehen oder in seiner Funktion als Reitbegleithund hinaus beschäftigt wird.“

Denn nachdem Hunde körperlich ausgepowert sind, verlangen so manche Vierbeiner gerne auch nach ein bisserl Hirnarbeit, sprich geistiger Beschäftigung. Was von außen wie ein „dressierter Hund“ wirken mag, ist also mehr als nur effektvolle Show. „Wenn mir Willi auf Kommando vom Stand in den Arm springt oder beide Vorderpfoten erwartungsfroh in die Luft reckt, dann macht ihm das einfach Spaß“, weiß Manuela Braun.

Natürlich kennt sie den Spruch von Loriot „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“. Ihre Version klingt folgendermaßen: „Ein Leben ohne Hund ist einfach kein so schönes Leben.“ Und damit spricht sie wahrscheinlich allen Teilnehmern des Gröbenzeller Gauditurniers aus der Seele.

von Angi Kiener

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