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In diese Richtung soll das Ofenrohr zeigen. Altbürgermeister Mathias Ettenberger weiß, von wo aus Besucher den schönsten Rundblick haben.

Aussichtsplattform geplant

Hattenhofen durchs Ofenrohr erblicken

Hattenhofen – Wer mit dem Ofenrohr ins Gebirge schaut, geht meist leer aus. In Hattenhofen soll das bald anders sein: Dort steht dann ein Ofenrohr, das beste Aussichten bietet.

Ganz knapp vor der Grenze zur Mittelstettener Flur, von der B 2 führt ein schöner Feldweg hin, befindet sich das erhöhte Fleckerl, das Ex-Bürgermeister Mathias Ettenberger (75) als Standort für die Aussichtsplattform mit Ofenrohr auserkoren hat. Exakt 564 Meter über dem Meeresspiegel, das hat Ettenberger ausmessen lassen, sodass man auch im Falle einer Sintflut dort trockenen Fußes stehen würde.

Die Aussicht ist auch so schon einen Ausflug wert: Von dort aus bietet sich Richtung Süden ein schöner Rundblick auf Orte wie Hattenhofen und Haspelmoor, Nassenhausen und Adelshofen und die Erhebung des Purkselwaldes bei Purk. Auch einige Kirchtürme kann man ausfindig machen. Am weitesten entfernt taucht am Horizont der Jesenwanger Turm von St. Willibald auf. 

Sogar die Zugspitze ist erkennbar

„Im Winter sieht man vieles besser“, sagt Ettenberger beim Ortstermin. Im Sommer verdecken die dicht bewachsenen Baumkronen einiges. Im Hintergrund des Ganzen, bei klarem Himmel sehr gut auszumachen: Die Alpenkette samt Zugspitzmassiv. Wenn das Ofenrohr erst einmal steht, wird der guckfreudige Besucher aber eine kleine Überraschung erfahren – so hat es der Erschaffer des Werkes, der Brucker Kunstschmied Berthold Ott, extra konstruiert. Doch mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, außer, dass man das Sprichwort im doppelten Sinne lesen muss. 

Auf die Idee kam Ettenberger, als er an der Stelle im letzten Winter eine Sitzbank aufstellte. Insgesamt 13 Stück davon hat er restauriert und im gesamten Gemeindegebiet aufgestellt. Einige davon entlang der Feldwege nördlich von Hattenhofen, die von Spaziergängern, Wanderern und Joggern gut frequentiert werden. Als die Bank an Ort und Stelle stand, kam ihm der Gedanke, dass an dem Platz ein solches Objekt ideal passen würde. „Mensch, das brauch ich“, war sein erster Gedanke dazu. 

Das Fundament ist schon fertig

Angelehnt ist die Idee an das Ofenrohr in Puchheim, auf das Ettenberger in der Zeitung aufmerksam wurde. Dort hat der Verein „d’Buachhamer“ ein auf einen Ofen montiertes Fernrohr Richtung Berge aufgestellt. Ein richtiges Fernrohr soll in Hattenhofen eventuell auch noch dazukommen. Zuerst wird jedoch ein geschmiedetes Ofenrohr aufgestellt, welches jeweils ein Guckloch für Kinder und Erwachsene hat. In einem stilisierten Aschenkasten könnte ein Buch für Gedanken und Widmungen der Besucher unterkommen. 

Das Fundament liegt zwar schon, doch es ist noch ein wenig Geduld vonnöten, erzählt Ettenberger, auch wenn ihn die Hattenhofener schon immer fragen: „Was kommt denn da hin?“ Denn auf ein Detail wird noch gewartet: An dem Ofenrohr-Ensemble soll nämlich noch ein großes wetterfestes Bild angebracht werden. Es soll die Aussicht vom selben Punkt aus – samt klar erkennbarer Alpenkette – noch einmal in Miniatur zeigen. 

Diese Anregung hat Ettenberger von einer Türkenfelder Bürgerin, die ihn auf ein solches Panoramabild bei Harthental bei Bad Wörishofen hingewiesen hat. Ettenberger opferte kurzerhand seinen Vatertag und sah sich dort vor Ort genauer um. 

Das Bild ist schon bei Toni Fasching von der Fotogruppe Mammendorf in Auftrag gegeben, doch bisher hatte es noch keinen richtigen Föhn, bedauert Ettenberger. „Man muss es erwarten können“, sagt der Ex-Bürgermeister. Doch dann, da ist er sich sicher, wird der Ausblick für viele Besucher einen Spaziergang wert sein.

von Fabian Dilger

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