Herzlicher Empfang: Ulrike Schreiber (l.) wird von Konrektorin Ute Wolfschmidt an der Hattenhofener Grundschule begrüßt. tb-foto

"Der Traum einer Schule" 

Neue Rektorin an der Grundschule Hattenhofen 

Hattenhofen - Vom östlichen in den westlichen Landkreis: Das bedeutet für die neue Hattenhofener Grundschulleiterin Ulrike Schreiber auch einen kleinen Kulturwandel. Immerhin sind die Dimensionen an der neuen Schule kleiner. Doch genau das gefällt ihr: „Der Traum einer Schule.“

Bisher kennt Ulrike Schreiber vor allem den östlichen Landkreis recht gut: In den vergangenen zwölf Jahren war sie dort an drei verschiedenen Grundschulen. Zuerst in Puchheim, dann acht Jahre an der Martinschule Olching und als letztes zwei Jahre als Konrektorin in Eichenau – das sind die bisherigen Stationen der 48-Jährigen, die nach vier Jahren die scheidende Hellen Thierauf-Renner als Rektorin ablöst. „Ich finde es ganz schön, verschiedene Schulen kennenzulernen“, sagt Schreiber.

Nun ist sie also in Hattenhofen. 106 Schüler und sieben Lehrkräfte, verteilt auf fünf Klassen, sind dort heuer im Schulhaus unterwegs. Doch die Größe und die Lage im ländlichen Raum haben natürlich auch Vorteile. „Ich finde es wahnsinnig schön, sonst hätte ich mich nicht hier beworben“, sagt Schreiber lachend. Die kurzen Wege im Schulhaus oder zum Bürgermeister im 100 Meter entfernten Gemeindegebäude zum Beispiel. „Es ist alles sehr persönlich hier“, sagt Schreiber. Wenn statt 400 nur 100 Schüler durch das Schulhaus wuseln, dann sei es viel einfacher, die Namen von allen zu kennen.

Dadurch, dass alles so übersichtlich sei, könne man schnell eingreifen und Hilfe leisten. Wobei Schreiber nicht sagen möchte, dass es das an großen Schulen nicht gibt – doch fällt es dort vielleicht nicht so sehr auf, weil einfach mehr los ist.

Neben der Größe der Schule ist verständlicherweise auch das Amt als Schulleiterin erst einmal eine Umstellung. An einer kleineren Schule ist die Rektorin neben den administrativen Tätigkeiten im Büro natürlich auch im Klassenzimmer zu finden. Sehr nette Erstklässler unterrichtet sie dieses Jahr, sagt sie. Als Leiterin ist man zudem Ansprechpartner für Gemeinde und die Eltern. „Das gilt es alles, unter einen Hut zu kriegen“, sagt Schreiber, die in den Sommerferien schon vor Ort war.

Das Schöne an dem Posten als Schulleiterin sei jedoch auch, dass man gestalten und mit den Kollegen entscheiden könne. Die wichtigsten Punkte sind für sie: auf die Schüler eingehen, ein ungestörter Schulbetrieb für Lehrkräfte und Kinder und ein friedliches Miteinander. Groß ändern müsse sich erst einmal nichts. Es gelte vielmehr, sich mit Hilfe der neuen Kollegen in die vorhandenen Strukturen einzuarbeiten.

Ein persönliches Hobby der neuen Rektorin konnten die Schüler bei der Begrüßung am ersten Schultag kennenlernen: Zusammen wurde am Morgen in der Aula ein Lied eingeübt. Neben dem Singen ist auch Spazierengehen und die Natur genießen ein Hobby von Ulrike Schreiber.

Auch in dieser Hinsicht kann Hattenhofen etwas bieten, findet sie: „Man kann hier die Natur sehr gut in den Unterricht mit einbeziehen, denn man hat direkten Zugang dazu – wir müssen ja nur rausgehen aus der Schule.“

von Fabian Dilger 

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