Ehepaar hat alles verloren

Haus nach Brand völlig zerstört

Unterschweinbach - Alles ist weg. Am Montag ist das Haus eines älteren Ehepaars aus Unterschweinbach komplett niedergebrannt.

Die beiden konnten nichts vor den Flammen retten – außer ihr Leben. Das Feuer war im Keller ausgebrochen, während das Paar oben war.

"Ich habe gerade das Abendessen gekocht“, erzählt Elke T. (Name geändert) von den Minuten, bevor die Flammen das Haus an der Kahrstraße verschlangen. „Mein Mann ist in den Keller, um sich etwas zu trinken zu holen.“ Dann habe sie den 66-Jährigen plötzlich schreien hören: „Im Keller brennt’s. Ruf sofort die Feuerwehr.“

 Elke T. eilte zum Hörer. „Aber da ging nichts mehr. Das Telefon war tot.“ Also rannte ihr Mann mit dem Handy raus auf die Straße. „Bei uns im Haus ist der Empfang schlecht“, erklärt die Frau. Der Rauch war in der Zwischenzeit bereits die Kellertreppe heraufgekrochen und breitete sich im Flur aus. „Das ging rasend schnell. Innerhalb von Sekunden war alles voller Qualm“, erinnert sich die Ehefrau. Ihr Mann hatte versucht, mit einem Feuerlöscher gegen die Flammen anzukämpfen. Vergebens. „Also sind wir nur noch raus.“ Mit leeren Händen, lediglich mit den Kleidern, die sie am Körper trugen, standen die Eheleute auf der Straße und warteten, bis die Feuerwehr eintraf.

Große Hilfsbereitschaft im Ort

Die beiden konnten nichts retten. „Nichts. Gar nichts“, sagt Elke T. niedergeschlagen. Zunächst hatte sie nicht einmal einen Schlüssel für ihr eines der beiden Autos, die in der Einfahrt stehen. Mittlerweile konnten die Feuerwehrmänner immerhin einen in der Ruine finden. „Sonst wäre ich jetzt nicht einmal mehr mobil“, sagt T. Das Tagblatt hat die Zeitungsausträgerin am frühen Morgen trotz des Dramas am Vorabend im Ort verteilt. „Hilft ja nix“, sagt sie schulterzuckend. Eine Nachbarin hatte ihr geholfen und ein Auto zur Verfügung gestellt. Überhaupt sei die Hilfsbereitschaft im Dorf groß. „Viele aus der Straße haben angeboten, dass ich bei Ihnen schlafen kann“, erzählt Elke T., die vorerst aber bei den Schwiegereltern ihrer Tochter untergekommen ist, die nur zwei Häuser weiter leben.

Die Tochter, die ebenfalls am Ort wohnt, weilt im Urlaub. T.s Mann muss noch mindestens bis Mittwoch im Krankenhaus bleiben. Er erlitt eine Rauchgasvergiftung. Zur Brandursache macht die Kripo bisher keine Angaben. Der Sachschaden liege im sechsstelligen Bereich, so die Kripo.

Elke T. glaubt, ein Kurzschluss unten im Hobbyraum sei schuld. Insgesamt 150 Einsatzkräfte von neuen Wehren waren vor Ort. „Als wir ankamen, stand das Haus schon komplett in Flammen. Bei einem Haus in Holzständerbauweise geht das schnell“, sagt Unterschweinbachs Kommandant Stefan Sommer. „Sofort war klar, da ist nichts mehr zu retten.“ Jedoch konnten Nachbarhäuser und Gartenhütte vor dem Feuer geschützt werden. Doch von T.s Habseligkeiten ist nach dem Großbrand nichts übrig.

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