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Sie freuen sich auf den Festgottesdienst: (v.l.) Rudi Bader, der Helfer, der sich am meisten bei Auf- und Abbau gekümmert hat, Pfarrer Wolfgang Huber, Kirchenpflegerin Stefanie Becker sowie der zweite Organist Gottfried Steinhardt.  

Gemeinde freut sich

Jetzt wird die neue Orgel eingeweiht

Mammendorf – Am Sonntag, 2. Oktober,  ist es soweit: Dann hören viele Mammendorfer die neue Orgel in der Pfarrkirche St. Jakob zum ersten Mal. Das Instrument wird im Rahmen eines Festgottesdienstes eingeweiht.

Die neue Orgel ist mehr als nur ein bloßes Instrument, davon ist Pfarrer Wolfgang Huber überzeugt. „Ihr Klang bereichert jeden Gottesdienst und schafft eine besondere Atmosphäre“, sagt er. Wie das genau klingt, können Besucher beim Einweihungsgottesdienst am kommenden Sonntag mit eigenen Ohren hören.

Doch bis zu diesem Tag wird es ein weiter Weg gewesen sein, das weiß auch Huber. Mitte der 1960er-Jahre war das Vorgängerinstrument erweitert worden. 1978 wurde die Gebläseanlage erneuert und Ende der 1990er-Jahre wurde die ganze Orgel gereinigt. Als das Instrument immer häufiger saniert werden musste, wurde 2009 ein Gutachter beauftragt, der eine Generalsanierung vorschlug.

Zwei Jahre später befasste sich die Kirchenverwaltung mit dem Thema und drei Orgelexperten wurden eingeladen. Sie kamen zu dem Schluss, dass eine komplette Überholung unwirtschaftlich sei. So wurde 2011 beschlossen, das ganze Instrument zu ersetzen. Denn Teile der alten Orgel hatten schon rund 300 Jahre auf dem Buckel.

Noch im gleichen Jahr wurde das Projekt „Neue Orgel“, wie es Huber nennt, geboren. Von da ab musste sich die Pfarrgemeinde vor allem um die Finanzierung des Neubaus kümmern. Denn als der Baubeschluss gefasst wurde, hatte die Pfarrei nicht viel mehr als 9000 Euro als Rücklage zur Verfügung.

Doch nach und nach wuchs das „Orgel-Konto“. Die Pfarrgemeinde sammelte beispielsweise bei Veranstaltungen Geld für den Neubau. Froh ist Huber vor allem über die kleinen und großen privaten Spenden. Das Instrument kostete insgesamt mehr als 250 000 Euro. 80 Prozent davon kamen von Privatleuten. Das Ordinariat beteiligte sich nicht an den Kosten. Einen Zuschuss erhielt die Pfarrgemeinde dagegen vom Landkreis und von der Gemeinde.

So waren bis 2013 schließlich 175 000 Euro zusammen gekommen. Erst dann wurde die Orgelbaufirma Franz Schreier aus Thierhaupten mit dem Neubau beauftragt. Das Unternehmen war unter vier Bewerbern ausgewählt worden.

Im April vergangenen Jahres wurde es dann ernst: Das alte Instrument wurde abgebaut und das historische Äußere der Orgel nach Thierhaupten transportiert. Der Rest des Instruments – rund 1200 Orgelpfeifen – wurden verkauft. Für die Zeit ohne Orgel behalf sich die Pfarrgemeinde mit einer ersatzweise bereitgestellten Truhenorgel.

Das neue Instrument wiegt rund dreieinhalb Tonnen. Dafür musste die Empore der Kirche mit einem zusätzlichen Träger verstärkt werden und auch die Elektrik wurde angepasst. Außerdem wurde ein Fenster auf Höhe der Empore aus klimatischen Gründen verbaut. Die neue Orgel hat 56 Pfeifen weniger als die Alte, ist aber mit einem modernen, rein mechanischen Antrieb ausgestattet.

Termin:

Der Festgottesdienst mit Orgelweihe findet am Sonntag, 2. Oktober, um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Jakob statt. Danach gibt es einen Empfang im Pfarrheim. Michael Hartmann spielt ab 17 Uhr ein Orgelkonzert. Der Eintritt ist frei.

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