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In der Enge der Lager können die Mitarbeiter momentan kaum den Überblick behalten.

Der Jexhof platzt aus allen Nähten

Schöngeising - Die Depots des Bauernhofmusums Jexhof quellen über. Nun sollen sie endlich entrümpelt werden. Dazu müssen die Ausstellungsstücke aber in einer Halle zwischengelagert werden. Die Verantwortlichen suchen händeringend nach geeigneten Gebäuden.

Schon seit längerem ist der Museumsbauernhof dabei, sich zu erneuern. Dazu soll auch die Durchsicht aller Depots gehören. Im Moment lagert der Jexhof Ausstellungsstücke in 15 verschiedenen Depots. Sie liegen teils auf dem Gelände des Jexhofs, sind teils aber auch verstreut in verschiedenen Orten. Bevor nun ein einziges wirklich zentrales Depot geschaffen werden kann, muss entrümpelt werden.

Manche Sachen besitzt der Jexhof doppelt – oder noch öfter. So nennt er sechs Leiterwägen sein eigen, die an sechs verschiedenen Standorten aufbewahrt werden. Zudem sind die Lager völlig überfüllt, wie Museumsleiter Reinhard Jakob neulich im zuständigen Kulturausschuss des Kreistags schilderte. „Sachen werden übereinander gelagert.“

Interims-Halle soll 1000 Quadratmeter groß sein

In dem Zwischenlager, das Jakob sucht, könnte man die Dinge zusammenführen und miteinander vergleichen, um zu beschließen, was man behält und was nicht. Die Interims-Halle soll rund 1000 Quadratmeter groß sein, sagte Jakob auf Tagblatt-Nachfrage. Sie muss temperierbar sein, einen befahrbaren Boden haben und einen abgetrennten Arbeitsraum, wo die eigentliche Inventarisierungsarbeit laufen soll. Natürlich braucht es auch Strom und Wasser. Das Zwischendepot werde wohl für fünf Jahre gebraucht, so Jakob. Das hängt davon ab, wie schnell die Museumsleute vorankommen.

Fliegerhorst nicht geeignet

Bisherige Anstrengungen bei der Hallensuche blieben ergebnislos. So hätten sich leer stehende Gebäude etwa im Fliegerhorst als nicht geeignet erwiesen. Viele Objekte hätten keine Heizung und/oder kein Wasser mehr, wie Kulturamtschef Günter Sigl in der Sitzung sagte. Außerdem sei unklar, welchen Preis der Eigentümer, die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten, verlangen würde. Dazu komme das Problem mit dem Zugang – der Fliegerhorst ist militärischer Sicherheitsbereich.

Parallel zur Suche nach dem Zwischendepot soll ausgelotet werden, ob ein Zentral-Depot geschaffen werden kann. Dass die Gebäude des Museumsbauernhofs selbst hierfür als Standort in Frage kommen, sei eher unwahrscheinlich, sagte Jakob.

Gelände im Westen soll erweitert werden

Zu den Erneuerungsmaßnahmen gehört derzeit unter anderem der Bau eines Hühnerstalls auf dem Gelände durch den Förderverein. Längerfristig möchte der Jexhof sein Gelände nach Westen erweitern und das Areal in vier Zonen aufteilen (Tierställe, Traktorstadel, Handwerker-stadel, der Dreiseithof im Kern und eventuell Neubauten im Osten).

Die jetzige Depothalle soll zum Raum einer Dauerausstellung werden. Ferner ist ein Umweltinformationszentrum geplant. Außerdem soll die Museumspädagogik den heutigen Vorstellungen angepasst werden. Das alles soll den Jexhof – der Pachtvertrag mit dem Eigentümer läuft bis 2032 – noch attraktiver machen. All diese Dinge sollen Thema des Kreiskulturausschusses werden. Voraussichtlich im Herbst.

Thomas Steinhardt

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