Weihnachtsaktion der Heimatzeitung

Krankheit schweißt Familie zusammen

Auch in unserer Wohlstandsgesellschaft gibt es Menschen, die Tag für Tag kämpfen müssen, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Für sie startet das Tagblatt heute die Spendenaktion „Kette der helfenden Hände 2016/17.“ Geholfen werden soll unter anderem einer jungen Familie. Der Vater leidet an einer schlimmen Krankheit, die Mutter macht zwei Jobs, um ihre Lieben zu ernähren. Reporterin Angi Kiener hat sie besucht.

Landkreis – Manuela K. ist eine starke Frau. Die 33-Jährige sorgt gerne und mit all ihrer Kraft für ihre Lieben. Dafür tut sie alles, was in ihrer Macht steht. Sie wünscht sich nur eines: Dass es ihrem Sohn Lucas (2) und ihrem Mann Sascha (42) gut geht. Doch dabei gerät sie oft nahe an ihre Grenzen.

Weil ihr Mann krank ist, ist Manuela K. Alleinverdienerin. Das Geld, das sie in 40 Stunden pro Woche als Zahnarzthelferin verdient, reicht dazu nicht aus. Deshalb geht die 33-Jährige nach Feierabend noch zum Putzen. Die Familienkasse ist trotzdem chronisch klamm. Das Einkommen der Familie ist dennoch knapp bemessen. „Er reicht gerade so“, erzählt Manuela K..

Vor kurzem konnte die Familie wenigstens in eine Dreizimmerwohnung um ziehen. Vorher waren Eltern und Sohn in einem Dachgeschoß untergebracht. Für den Ehemann war das eine Tortur. Im Sommer heizten sich die Räume auf. Und schwitzen ist Gift für Sascha. Der 43-Jährige leidet an einer chronischen Krankheit, die kaum bekannt ist. Acne Inversa heißt das Leiden. Die Forschung dazu steckt noch in den Kinderschuhen. Ein wirklich wirksames Mittel dagegen Acne Inversa gibt es bisher nicht.

Sascha K. muss täglich mit ihren Auswirkungen leben. „Es wachsen dir Abszesse, die ständig aufgeschnitten werden müssen; die Wunden heilen nur langsam und müssen über lange Zeit offen bleiben; das zieht sich über Wochen.“ Oft wuchern diese Abszesse am ganzen Körper. Überwiegend nahe der Schweißdrüsen oder da, wo sich Falten am Körper bilden. Es sind nicht einfach nur etwas dickere Pickel: Es sind Geschwüre, die richtig schmerzen. Wunden, die wehtun und eitern.

Länger auf einer harten Fläche – etwa auf einem ungepolsterten Stuhl sitzen – ist ihm nicht möglich. „Die Abszesse entstehen durch Druck beim Sitzen oder einfach nur durch eng anliegende Kleidung“, erklärt Sascha K.. Die Diagnose Acne Inversa erhielt er vor drei Jahren. „Mein Hausarzt ist sehr bemüht, mir zu helfen, er befasst sich eingehend mit diesem Krankheitsbild, darüber bin ich sehr froh“, sagt der Familienvater.

Seinen Beruf als Kfz-Lackierer musste er aufgeben. Zwei Wochen nach Ausbruch der Krankheit kündigte ihm sein Arbeitgeber. Seither ist Sascha K. arbeitslos. Und er muss sich ständig neuen Operationen unterziehen. „Dabei war ich vorher nie krank.“

Der Familienvater ist zu 70 Prozent schwerstbehindert und auf dem Arbeitsmarkt kaum vermittelbar. Mindestens zweimal im Jahr muss er operiert werden. Sein Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente liegt seit drei Jahren in der Schwebe. „Wir hangeln uns von einem Gutachten zum nächsten“, erzählt das Paar. Derzeit bestimmt die Krankheit ihr Leben. „Aber wir gehen offen damit um und wir hoffen einfach, dass es besser wird.“

Bis dahin lastet die ganze Verantwortung für die Familie oft auf Manuela K.. Jeden Cent dreht sie zweimal um, vor sie ihn ausgibt. Für den Umzug in die Wohnung, in der ihr Sascha weniger leiden muss, mussten sie einen Kredit aufnehmen. Für Anschaffungen ist da kein Geld mehr übrig. Die Eltern brauchten dringend ein neues Bett, die Waschmaschine gibt bald ihren Geist auf. Aus eigener Kraft können sie diese Anschaffungen nicht stemmen.

Die K.’s sind bescheiden geworden, sie haben gelernt zu verzichten. Die Familie ist schon froh, wenn die Krankheit dem Papa nicht zu sehr zusetzt und er halbwegs schmerzfrei durch den Tag kommt. Nur wenn die ihrem kleinen Sohn einen Wunsch abschlagen müssen, weil das Geld einfach nicht reicht, mach es den Eltern immer wieder zu schaffen.

Die Kette der helfenden Hände

Die Tagblatt-Aktion „Kette der helfenden Hände“ sammelt in Zusammenarbeit mit sozialen Organisationen Geld für Bedürftige im Landkreis. Jeder gespendete Euro bleibt in der Region. 

Die Konten sind unter dem Stichwort „Kette der helfenden Hände“ geöffnet.

 Sparkasse Fürstenfeldbruck IBAN: DE23700530700008128126 

BIC: BYLADEM1FFB VR-Bank Fürstenfeldbruck

 IBAN: DE93701633700000037788

 BIC: GENODEF1FFB 

Spenden sind abzugsfähig. Ab einem Betrag von über 200 Euro kann eine Spendenquittung ausgestellt werden. Bitte geben Sie an, wenn Sie eine solche brauchen (mit lesbarer Adresse auf der Überweisung. Die Namen aller Spender werden - falls nicht anders gewünscht - veröffentlicht. Bei Großspenden, etwa von Firmen oder Vereinen, sind Veröffentlichungen mit Foto möglich. Die Bankverbindung und weitere Daten zur Spendenaktion sind im Internet bei merkur.de jederzeit einsehbar. Überweisungen mit den fertig aufgedruckten Bankdaten für die Sparkasse liegen dieser Ausgabe bei. In der Ausgabe 10./11. Dezember sind die Überweisungen für die VR-Bank enthalten.

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