Fahrbahn marode, Entwässerung mangelhaft: Das führt auf der Brucker Straße in Landsberied immer wieder zu Pfützen. Symbolfoto: Panthermedia

Grundeigentümer etwas entlastet

Straßensanierung: Gemeinde zahlt mehr

Landsberied Die Sanierung der Brucker Straße in Landsberied-Ost wird trotz vieler Bürgereinwände in umfassender Form stattfinden – samt neuer Entwässerung. Doch für die Grundeigentümer wird es zumindest ein wenig billiger: Die Gemeinde hebt ihren Eigenanteil bei Straßenarbeiten an.

Ein Rundumschlag soll die Erneuerung der Brucker Straße werden: Neben der maroden Fahrbahn soll auch gleich die mangelhafte Entwässerung in Angriff genommen werden, die immer wieder zu starker Pfützenbildung führt. Saniert werden soll der Teil der Straße, der innerorts verläuft, zwischen Flurstraße und Einmündung in die Kirch-/Aicher Straße.

Von einer solch umfassenden Maßnahme wären die 16 anliegenden Grundstückseigentümer natürlich besonders betroffen: Bei einer Erneuerung oder Verbesserung von Straßen im Ortsgebiet sitzen sie finanziell mit im Boot. Wie viel sie mitzahlen müssen, hängt davon ab, wie die Straße eingestuft wird.

Die Brucker Straße, da sind sich die Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf und die übergeordnete Kommunalaufsicht sicher, ist eine so genannte Haupterschließungsstraße: Dort halten sich Anlieger- und anderer Verkehr in etwa die Waage.

Die Bürger hatten in einer Anliegerversammlung Anfang des Jahres argumentiert, der meiste Verkehr stamme von anderen – das hätte zur Folge gehabt, dass sie weniger zahlen müssen. Doch diese Argumentation und die Forderung, die Straße für viel weniger Geld und ohne Entwässerung auszubessern, lehnte der Gemeinderat ab. Schon 2015 hatte das Gremium eine umfassende Sanierung grundsätzlich beschlossen und eine weitere „Flickschusterei“ abgelehnt.

Die Grundstückseigentümer kommen trotzdem etwas billiger weg als vorher geschätzt. Denn in einem Punkt kommt die Gemeinde einer Forderung der Anwohner nach: Sie hat ihre Ausbaubeitragssatzung geändert und dort unter anderem den Gemeindeanteil für Straßenbauarbeiten erhöht.

Bisher musste die Gemeinde bei Haupterschließungsstraßen die Hälfte der neuen Fahrbahn bezahlen, nun sind es 60 Prozent. Für Arbeiten wie Geh- und Radwege, Beleuchtung und Entwässerung muss die Gemeinde nun 45 Prozent der Kosten bezahlen (vorher 30 Prozent).

Damit verringert sich automatisch der Anteil der Grundstückseigentümer – etwa 30 000 Euro werden sie weniger zahlen müssen als zuvor geplant. Insgesamt werden die Baukosten nach ersten Schätzungen zwischen 272 000 und 292 000 Euro liegen, die Grundstückseigentümer werden davon wohl 120 000 bis 130 000 Euro berappen müssen.

Wie teuer das Projekt insgesamt wird, hängt auch davon ab, welche Entwässerungs-Variante gebaut wird. Der Gemeinderat favorisiert einen Regenwasserkanal, doch möglich wären auch Absetzschächte und Rigolen. Dazu muss noch geklärt werden, ob der Abwasserzweckverband Obere Maisach sein Einverständnis geben muss. Doch eine Entscheidung dazu soll noch heuer fallen, sagte Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) im Gemeinderat.

von Fabian Dilger

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