Prinz Chaos II.: Florian Kirner ist in Puchheim und Eichenau aufgewachsen – er macht für die SPD mit Konstantin Wecker Kabarett. Foto: tb

Am Aschermittwoch

Prinz Chaos und Konstantin Wecker kommen zur SPD

Fürstenfeldbruck - Neue Wege will die Kreis-SPD beim politischen Aschermittwoch beschreiten. Statt Parteibeflaggung und politischen Reden gibt es heuer Lieder und Kabarett von illustren Gästen: Konstantin Wecker und Prinz Chaos II. kommen in den Brucker Stadtsaal.

Mit überbordenden Besucherzahlen musste die SPD bei ihren politischen Aschermittwochen der vergangenen Jahre nicht kämpfen. „Meistens hatten wir ein Publikum von 60 bis 80 Leuten“, sagt der Unterbezirks-Vorsitzende Michael Schrodi. Um mehr Menschen anzulocken, besann sich die Partei auf eine alte Tradition: die früher engere Verbindung der SPD zu Künstlern. „Gerade in der heutigen Zeit sollten wir diese befruchtende Zusammenarbeit wiederbeleben“, sagt Schrodi und trifft damit offenbar den Zahn der Zeit. Bislang hat die SPD 400 Eintrittskarten für den kommenden Mittwoch abgesetzt. „Das sind fünfmal mehr Leute als sonst, die diesmal durch die Musik angeregt werden, über die Politik nachzudenken“, freut sich der Unterbezirkschef.

Prinz Chaos ist in Puchheim und Eichenau aufgewachsen

Denn politisch wird der Abend trotz des neuen Ansatzes, daran lässt Prinz Chaos II., der mit bürgerlichem Namen Florian Kirner heißt, keinen Zweifel. Er versteht seinen Auftritt mit Wecker sogar als Auftrag: „Wir müssen wieder dazu kommen, konkrete Lösungen zu thematisieren.“ Die „Haudrauf-Geschichte und Bierhalten-Agitation“ vieler Aschermittwochs-Veranstaltungen findet er schrecklich und überholt.

Die lokale Politik wird an dem Abend nicht zu kurz kommen. Dafür wird Kirner sorgen. Der Liedermacher und Kabarettist, der inzwischen in einem Schloss im thüringischen Weitersroda lebt, ist in Puchheim und Eichenau aufgewachsen. Seine Eltern leben immer noch in Eichenau und halten ihn über die Geschehnisse in der Region auf dem Laufenden.

Das Feld der „großen Politik“ ist ohnehin das Steckenpferd Weckers. Kirner hat langjährige gute Kontakte zu dem Star der Liedermacher-Szene und hatte keine Mühe, ihn für diesen besonderen Auftritt zu gewinnen. Neben ihren Songs wird das Duo seine kabarettistischen Spitzen vor allem im Zusammenspiel bei der Moderation setzen – in „vorbereitet spontanen“ Gesprächen, wie Kirner sagt. „Es ist das erste Mal, dass wir in dieser Konstellation auftreten.“ Also eine Premiere sozusagen. Und Schrodi ergänzt: „Da sind wir schon ein bisschen stolz drauf.“

Liedermacher werden wieder politischer

Kirner hofft, dass die Veranstaltung der Brucker Kreis-SPD Schule macht: „Es würde mich freuen, wenn das Wellen schlagen und sich institutionalisieren würde.“ Der Abend würde ein neues Feld eröffnen, um mehr Menschen zum Nachdenken über die Politik anzuregen. Denn der Musiker und Kabarettist hat beobachtet, dass sich die Liedermacher-Szene nach einer langen Phase der Entpolitisierung nun wieder vermehrt den politischen Themen zuwendet und Denkanstöße für Menschlichkeit und Solidarisierung geben kann. Genau das will Kirner mit Wecker im Stadtsaal tun: als „Funktionär des Optimismus“ Veränderungen zum Guten bewirken.

Die Sozialdemokraten wollen sich an dem Abend im Hintergrund halten. „Ich werde die Gäste zwar begrüßen, aber keinen halbstündigen Rechenschaftsbericht der SPD abliefern“, sagt Schrodi und grinst dabei ein wenig. Dass Kirner, der früher selbst Mitglied bei den Jusos war, der SPD-Politik nahe steht, wird dem Abend wohl dennoch eine gewisse Richtung geben. Kirner sagt: „Ich würde ja auch für die CSU spielen, aber die lädt mich nie ein.“ Ein Lachen kann er sich danach nicht verkneifen. andreas daschner

Alle Informationen

Der politische Aschermittwoch der Liedermacher beginnt am 10. Februar um 20 Uhr im Stadtsaal des Veranstaltungsforums. Einlass ist um 19 Uhr. Neben Konstantin Wecker und Prinz Chaos II. treten auch Roger Stein, Cynthia Nickschas und Christoph Weiherer auf. Karten für 29 Euro gibt es unter www.fuerstenfeld.de.

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