Maisach lässt Jugendliche mitreden

Maisach – Ein Beirat wird nicht gegründet. Trotzdem sollen Kinder und Jugendliche mehr Einfluss aufs Maisacher Gemeindeleben haben. Über Projekte will man die Heranwachsenden einbinden.

Seit 2014 mahnt die Fraktion der Grünen an, dass die Kinder und Jugendlichen in Maisach mehr zu Wort kommen sollen. Jetzt tut sich etwas. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass sie mehr beteiligt werden. Nun erarbeitet die Gemeindeverwaltung Vorschläge, wie das genau geschehen soll: Zu welchen Themen werden Kinder/Jugendliche gehört? Wie wird ihre Meinung eingeholt? Wer moderiert den Prozess? All diese Fragen müssen geklärt werden.

Sicher ist bereits, dass kein Jugendbeirat gegründet wird. Peter Aust (Unabhängige Bürger) bezeichnete das, was es in vielen anderen Kommunen gibt, als „starres Gremium“. Bis Ende 2002 gab es zwar einen Jugendbeirat in Maisach, doch das Konzept funktionierte nicht.

Daher wird nun ein anderer Weg versucht: Über ganz konkrete und eng abgegrenzte Projekte sollen Kinder und Jugendliche einbezogen werden. Das könnten Spielaktionen sein, eine Zukunftswerkstatt oder die Umgestaltung eines Spielplatzes. Der Einstieg in ein Projekt soll für die Heranwachsenden schnell und einfach möglich sein.

„Wenn Kinder und Jugendliche wo mitmachen, dann erwarten sie gleich einen Erfolg“, sagte Jugendreferent Aust im Gemeinderat. Daher begrüße er die geplante Arbeit in Projekten. Das sei auch im Hinblick auf die vielen Gemeindeteile Maisachs einfacher, ergänzte Amtsleiter Peter Eberlein.

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sagte, er wolle im kommenden Jahr wieder eine Jungbürgerversammlung für Zwölf- bis 17-Jährige anbieten – und hoffe auf mehr Resonanz als zuletzt: „Wir haben das schon einmal gemacht, mit mäßigem Erfolg. Da sind dann meine beiden Stellvertreter und ich mit drei Jungbürgern dagesessen.“

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