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Abgesoffen: Nach einer Kollision mit seinem Kontrahenten Johann Bauchfellner ging auch Günter Strauß baden. Beim diesjährigen Sautrogrennen kenterten so viele Teilnehmer wie noch nie. 

Auf der Maisach 

Sautrog-Rennen: Rekord im Kentern 

Germerswang - Petrus hatte zwar ein Einsehen und spendierte den Almrausch-Schützen Germerswang für ihr 15. Sautrogrennen auf der Maisach schönes Wetter. Trotzdem ging es so einigen Teilnehmern mehr nass nei, als es ihnen lieb war.

„Das gab’s noch nie“, sagte Günter Strauß, Vorsitzender des Schützenvereins, nach dem ersten Rennen zwischen Benni Teichmann und Miguel Alvarez. Grund für die Aussage: Beide Padler waren mit ihrem Sautrog auf halber Strecke untergegangen. 

Und das sollte erst der Anfang sein. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren alle Teilnehmer mehr oder weniger trockenen Fußes ins Ziel kamen, gingen heuer umso mehr unter. Alleine von den ersten sechs Startern kenterten drei. 

Sogar Strauß selbst hat es nach einer Kollision mit seinem Kontrahenten Johann Bauchfellner erwischt. „Dabei hab’ ich doch keine Kleider zum Wechseln dabei“, sagte der Almrausch-Chef patschnass. Am Ende durfte er sich aber zumindest über einen zweifelhaften Sieg freuen. 

Weil so viele Teilnehmer wie nie abgesoffen sind, wurde kurzerhand eine Sonderwertung eingeführt: Da die Untergegangenen mit dem Trog im Schlepptau noch ins Ziel schwammen, wurde die Zeit trotzdem gestoppt. Und darunter war Strauß am Ende mit einer Zeit von 1.18,60 Minuten noch der Schnellste. 

Besonders bitter für Premieren-Kenterer Alvarez: Der Hispano-Österreicher war aus Wien angereist – freilich nicht eigens für das Rennen, sondern er war auf Besuch bei Freunden. Einer seiner Bekannten konnte sich eine Spitze dennoch nicht verkneifen: „Da ist er über 400 Kilometer hergefahren, um dann nach 20 Metern abzusaufen.“ Alvarez nahm’s mit Humor und rechtfertigte sich mit Wiener Schmäh (und natürlich nicht ganz ernst gemeint): „Ich kann nichts dafür, die Ruder waren bestimmt von den Einheimischen manipuliert.“ 

An den Start gingen mit Suzana Mühlbacher und Eva Wiener auch zwei Frauen vom Ronald McDonald-Haus. Die Kinderhilfsorganisation der Fastfood-Kette wird jedes Jahr von den Sternsingern der Almrausch-Schützen unterstützt. Mit einer Zeit von 1.20,12 Minuten schlug sich vor allem Mühlbacher nicht schlecht. Am Ende musste sie sich aber den routinierten einheimischen Frauen geschlagen geben. 

Die Wertung bei den Männern entschied Daniel Richter mit einer Zeit von 1.01,98 Minuten für sich. Bei den Frauen siegte Elisabeth Strauß mit 1.10,84 Minuten. Felina Hartmann sicherte sich den Sieg bei den Jugendlichen bis 13 Jahren. Ihre Zeit über die für die kleinen Teilnehmer halbierte Distanz: 39,33 Sekunden. Was am Ende aber mehr als jede Bestzeit zählte, war die Gaudi, die alle Teilnehmer und Zuschauer hatten.

von Andreas Daschner 

Sautrog-Rennen: Das sind die Bilder 

Sautrog-Rennen: die Bilder 

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