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Schulweg führt künftig durch neue Fußgängerzone 

Maisach - Das neue Zentrum in Maisach bringt eine Fußgängerzone. Die soll morgens und mittags auch als Schulweg genutzt werden. Doch dazu muss eine Kreuzung umgebaut werden – und das ist sehr schwierig.

Die Dreier-Kreuzung, an der Bahnhof- und Aufkirchner Straße aufeinander treffen, ist schon lange ein Problem. Durch die nahe S-Bahn-Station sind in Richtung Ortsmitte viele Fußgänger unterwegs. Zugleich ist das Verkehrsaufkommen hoch, wegen der Geschäfte dort braucht es so viele Parkplätze wie möglich. Morgens und mittags sind Schülerhorden unterwegs. Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sprach in der Gemeinderatssitzung von bis zu 1000 Schülern, die in der Früh innerhalb von nur 30 Minuten an mehreren Stellen die Straßen überqueren.

Einige Gemeinderatsmitglieder sprachen gar von einem morgendlichen Chaos. Dem widersprach Christa Turini-Huber (CSU), die als Schulweghelferin vor Ort ist: „In der Früh läuft das geregelt ab. Und wenn wir mittags auch Schulweghelfer hätten, gäbe es keine Probleme.“

Auf jeden Fall will die Gemeinde die Kreuzung so umbauen, dass die schwächeren Verkehrsteilnehmer besser geschützt sind. Es sollen zum Beispiel die Gehwege verbreitert werden. Der Vorschlag des beauftragten Planers, die Schräg- in Längsparkplätze umzubauen, wurde dagegen rigoros abgelehnt: Das hätte die Anzahl der Stellplätze reduziert.

Sobald das neue Ortszentrum fertig ist, sollen die Fußgänger, die aus Richtung Bahnhof kommen, nicht mehr den Huttenloherweg entlanglaufen. Sondern eben etwas weiter östlich die neue Fußgängerzone nutzen. Auch für die Schüler wäre das der beste Weg.

Unklar ist aber noch, wie man die Kinder und Jugendlichen vom Süden/Bahnhof in die neue Zone lotsen kann. Der Planer sagte zu der Aufgabe: „Das ist ein relativ kleiner Bereich, an dem wir aber ziemlich zu knabbern hatten.“ Nachteile gebe es bei jeder Variante, man müsse einfach den besten Kompromiss finden. Er hatte vorgeschlagen, die Ströme am östlichen Gehsteig der Bahnhofstraße um die Kurve zu lenken und dann bei einer neuen Ampel Höhe Bahnhofstraße 15 die Straße queren zu lassen.

Die Mehrheit des Gremiums glaubte aber nicht, dass sich die Schüler so leiten lassen. Aus mehreren Wortmeldungen war herauszuhören, dass man eine Querung an der bestehenden Ampel am Eiscafé Alberto für besser hält. Dafür sollen – auch gegenüber – die Absperrgitter entlang der Gehwege verlängert werden, so dass es weniger Quer-Lauf-Möglichkeiten gibt.

Die einstündige Diskussion brachte kein Ergebnis – nur das, dass der Planer nochmals neue Varianten präsentieren und seine bisherigen Vorschläge verbessern soll. Michael Kappelmeir (FW) wollte gar nicht planen, sondern abwarten, was sich tut, wenn die neue Fußgängerzone offen ist: „Dann sieht man, welchen Weg sich die Herde sucht.“ Seidl entgegnete: „Mit Menschen probiere ich eigentlich nichts aus.“

Helga Zagermann

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