Spiel der Woche

Triumph mit Handbremse

Gernlinden/Emmering – Eine Lehrstunde hat der FC Emmering dem mitabgestiegenen TSV Gernlinden erteilt. Mit 5:0 (3:0) fieselte die Gäste-Elf von Martin Buch vor knapp 100 Fans die Einheimischen ab.

 Zweimal war Kristian Paluca erfolgreich, je einmal trafen Andreas Hinz, Karol Kopec und Markus Pielmeier. Hätten die Emmeringer nicht Mitte der zweiten Halbzeit die Bremse angezogen, wäre ihr Sieg noch deutlicher ausgefallen.

Dennoch mahnt Buch, auf dem Teppich zubleiben. „Nach dem 4:2-Startsieg in Wildenroth haben einige gemeint, sie sind die Könige.“ Das dürfe selbst nach dem klaren Sieg in Gernlinden nicht in die Köpfe, mahnte Buch noch einmal. Mehr als zufrieden war er allerdings mit der Art und Weise, in der seine Truppe auf das 1:4 in Gilching am vergangenen Donnerstag reagiert hatte. „So muss das sein, so stelle ich mir das vor“, sagte Buch, der mit dem Wechsel von drei Spielern selbst die Trotzreaktion befeuert hatte. Allerdings hätte er doch etwas mehr Gegenwehr von den Hausherren erwartet. Spätestens nach dem 4:0 von Hinz (48.) nach dem Seitenwechsel habe er sich sicher gefühlt. „Ganz entspannt kannst du als Trainer aber nie sein. Man muss immer jeden einzelnen Spieler und das Gesamtbild im Blick haben.“

Das hatte auf der Gegenseite zwar auch sein Gernlindner Kollege Martin Bolz. Positive Momente oder gar Minuten konnte er aber an einer Hand abzählen. Einen echt gefährlichen Torschuss gaben seine Schützlinge während der gesamten 90 Minuten nicht ab. Nur Christian Muth zeigte dreimal, dass er zumindest nicht vergessen hatte, in welcher Richtung der Emmeringer Kasten stand.

Doch nicht nur wegen der bescheidenen Offensiv-Ausbeute stellte TSV-Trainer Bolz enttäuscht fest: „Wir haben heute nicht stattgefunden und dürfen froh sein, nicht höher verloren zu haben.“ Dass er noch kurzfristig vor dem Spiel personelle Änderungen vornehmen musste, wollte er nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Wir haben uns zu wenig gewehrt. Fußballerisch hatten wir Angst vor den Emmeringern.“ Daran müsse jeder arbeiten, auch die zweite Garnitur. Denn beim Personal sieht Bolz in nächster Zeit wegen einiger Urlauber noch keine Besserung. „Wir müssen uns erst einmal auf harte Zeiten einstellen.“ Mut mache diese Leistung nicht gerade.

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