Gegner der Süd-Umfahrung bleiben dran

Mammendorf – Mammendorf ist sich nicht einig: Die einen wollen die Umfahrung im Süden, die anderen im Norden. Gemeinderat und Planer stehen hinter der Südtrasse. Doch eine Interessengemeinschaft von Bürgern ist dagegen.

Bereits vorder Sonderbürgerversammlung zum Thema Umfahrung hatte sich eine „Interessengemeinschaft (IG) Mammendorf“ gebildet und sich gegen die Südvariante stark gemacht. In der Versammlung selbst war dann der Antrag gestellt worden, auch im Norden Flächen für eine Umgehung freizuhalten. Doch das hatte der Gemeinderat wenig später abgelehnt.

In der Sonderbürgerversammlung hatte sich gezeigt, dass die Befürworter einer Nordtrasse in erster Linie aus dem Südwesten der Gemeinde sowie aus Peretshofen stammen. „Wir wollen keine Entlastung der Anwohner der Ortsdurchfahrt auf Kosten anderer Gemeindebürger, sondern eine Lösung für alle“, hieß es damals von Seiten der IG – so stand es auch auf dem Flugblatt, das allen Haushalten vor der Versammlung zugegangen war. „Die bisherigen Planungen des Gemeinderates sind überholt und müssen auf den Prüfstand“ – das ist nach wie vor die Meinung innerhalb der IG.

Die IG hatte sich quasi im Juni gegründet – nach der Gemeinderatssitzung, in der die Kommunalpolitiker die Kritik an der Südtrasse von Bürgerseite besprochen und sich zur Sonderversammlung entschlossen hatten. Etwa 25 Bürger standen danach vor dem Rathaus und beschlossen, sich im Bürgerhaus zu treffen.

Widerstand aus Peretshofen erwartet

„Das war ganz offiziell und nichts Geheimes“, sagt Rainer Kerth. Er fühlt sich – auch weil er Wortführer in der Bürgerveranstaltung war – völlig falsch dargestellt. „Mir wird da eine Funktion zugedacht, die mir nicht zusteht“, sagt Kerth, der im Vorstand der Volksbank-Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck sitzt. Er sei aber auch Mammendorfer Bürger – und da sich viele nicht trauen würden, sich öffentlich zu artikulieren, habe er sich halt zu Wort gemeldet. Mehr nicht.

Die „Interessengemeinschaft Mammendorf“ habe ihren Zweck mit dem Flugblatt voll erfüllt. „Wir wollten nur erreichen, dass alle den gleichen Informationsstand erhalten“, sagt Kerth. Das sei erreicht worden, lobt er Bürgermeister Josef Heckl (BGM) für die sachliche Veranstaltung. Die Gemeinde habe die Veranstaltung gut vorbereitet, alle Experten seien zu Wort gekommen und jetzt verfügen alle über den gleichen Informationsstand.

Was nun, nach der Entscheidung des Gemeinderates, an der Südvariante festzuhalten, weiter geschieht, könne er nicht vorhersagen, so Kerth. Man habe noch lockere Kontakte, aber eine weitere Zusammenkunft der „Interessengemeinschaft Mammendorf“ habe es nicht mehr gegeben. Er könne sich aber vorstellen, dass von den Bürgern aus Peretshofen, bei denen die Südumfahrung knapp 60 Meter vorbeiführen würde, Widerstand kommen werde. (dm)

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