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Tempo 30

Mammendorf bremst den Verkehr aus

Mammendorf – Mammendorf führt in seinem Ortsgebiet großflächig Tempo 30 ein. Das soll der Verkehrsberuhigung dienen.

 Mit dem Tempo-30-Beschluss reagierte der Gemeinderat auf eine Forderung vieler Bürger. Sie hatten sich die Geschwindigkeitsbegrenzung immer wieder gewünscht. Teil des Problems: Vielen war unklar, warum die Tempobegrenzung vorher schon in bestimmten Straßen galt, in anderen aber nicht. Gerade in den Wohngebieten fiel das auf.

Vorausgegangen war der Entscheidung des Gemeinderats eine Verkehrsschau Ende August. Daran hatten Vertreter von Polizei, Landratsamt, Straßenbauamt und ADAC teilgenommen, zudem Bürgermeister Josef Heckl, Straßenreferent Josef Reindl (beide BGM) und Vize-Bürgermeister Peter Muck (CSU).

Klar ist: Die Gemeinde hat nicht das Recht, einsame Entscheidungen zu treffen. Alle Beschlüsse müssen in Einklang mit der Straßenverkehrsordnung sein. Wichtigste Voraussetzung für die Einführung einer Tempobegrenzung ist der Nachweis, dass in einer Straße eine besondere Gefahrenlage vorliegt und dass die allgemeinen Verhaltensregeln diese nicht genug entschärfen. Außerdem wurde bei der Untersuchung darauf geachtet, ob die Straßen einen Gehweg haben und ob dort Haltestellen für den Schulbus eingerichtet sind.

Grundsätzlich gilt nach der Straßenverkehrsordnung in Tempo-30-Zonen die Vorfahrtsregel „Rechts vor Links“. Dadurch würde sich die Gemeinde schätzungsweise rund 100 Verkehrsschilder sparen, wie es hieß.

Keine Chance auf eine Tempo-30-Regel hat man auf Hauptstraßen und auf Straßen mit viel Durchgangsverkehr. In Mammendorf sind davon betroffen die Münchner, Augsburger, Jesenwanger, Eitelsrieder und Malchinger Straße, Am Bahnhof, die Bahnhof-, Eichen-, Ahorn-, Schlossberg- und die Michael-Aumüller-Straße.

Auch in den Gewerbegebieten werden keine Tempo-30-Zonen eingerichtet. Ebenso nicht in den Ortsteilen Egg, Eitelsried, Wiesmichl, Holzmichl und Nannhofen. Der Grund: Hier rollt hauptsächlich überörtlicher Verkehr. Da für Peretshofen aktuell eine Ortserweiterung geplant ist, wurde hier keine Ortsbesichtigung vorgenommen. Derzeit erfüllen die Straßen dort auch nicht die Voraussetzungen für eine Beschränkung der Geschwindigkeit. Sollten neue Pläne der Erweiterung dem Straßenverkehrsamt vorliegen, könne eine Prüfung vorgenommen werden, hieß es nun im Gemeinderat. (dm)

Wo Tempo 30 schon gilt und wo es eingeführt wird

Zone 1:   Jahnweg, Franz-Brunner-Weg und Hartfeldstraße. Neu hinzu kommt die Feldstraße.

 Zone 2: Zum Seefeld, Gärtner-Schmid-, Hans-Pichler-, Sonnen-, Jupiter-, Stern- und Mondstraße. Neu kommt hinzu: Friedensweg (zwischen Jupiterstraße und Kreuzung Friedens-/Gartenweg/Flurstraße).

Zone 3: Thererstraße, Kramerweg, Kloster-, Josef-Sell-, Pestalozzistraße, Untermühlweg, Martin-Luther-Platz, Brem-sur-Mer- und Kettelerstraße. Neu kommt hinzu: An der Maisach, Nikolaus-, Espen-, Kreuzstraße, Annaweg, Ronbergerweg, Bachstraße (Abschnitt zwischen Kreuz- und Kettelerstraße), Michael-Aumüller-Straße (Abschnitt zwischen Bahnhofstraße/Minikreisel und Ortsausgang/Untermühle), Schul-, Grottenstraße, Am Moosfeld, Birkenweg (zwischen Schul- und Grottenstraße), Angerweg, Hans-Winkler-Platz, Bert-Brecht-, Lena-Chris-Straße, Gebrüder-Grimm-Weg, Nelly-Sachs-Straße, Ricarda-Huch-Bogen, Anette-Kolb-, Lessing-, Kapellen-, Ganghoferstraße (zwischen Bahnhofstraße und Hans-Winkler-Platz), Heinrich-Heine-Straße.

Zone 4 (neu): Ganghofer- zwischen Bahnhof- und Oskar-von-Miller-Straße, Spitzwegstraße, Neue Heimat, Albrecht-Dürer-, Gebr.-Asam-, Lenbach-, Ludwig-Thoma-, Gartenstraße, Brunnen-, August-Kett- und Martin-Bauer-Weg, Eichendorff-, Anzengruber- und Adalbert-Stifter-Straße.

Zone 5 (neu): Linden-, Buchen- und Lärchenstraße

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