Peretshofen

Neubau-Projekt als Gefahr für Kinder?

Mammendorf – Ein Neubauprojekt im Mammendorfer Ortsteil Peretshofen treibt die Nachbarn auf die Barrikaden: Sie befürchten durch die neue Verkehrsführung eine erhöhte Gefahr für ihre Kinder.

Ein Landwirt aus Peretshofen will seinen Hof „Am Kreuzfeld“ aufgeben und stattdessen elf Einzel- und Doppelhaushälften mit Garagen bauen. Der Gemeinderat hatte im März zugestimmt, in der jüngsten Sitzung ging es um die Änderungen im Bebauungsplan vor.

Zuvor meldeten sich Peretshofener in der Aktuellen Viertelstunde zu Wort: Kinder würden von Autofahrern durch den Höhenunterschied der Straße erst spät gesehen. Deshalb fordern sie anstatt einer durchführenden Straße eine Stichstraße.

Bürgermeister Josef Heckl (BGM) hält es aber für planerisch sinnvoll, die Straße weiterzuführen. Es sei auch nicht angedacht, die Straße abzusenken. Aber man könne die Vorfahrtsregelung ändern und eine Verkehrsinsel bauen, um eine Geschwindigkeitsminimierung zu erreichen. „Die Straße besteht schon länger so. Man wird nie alle Gefahren ausschließen können.“ Eine Verkehrsberuhigung würde nicht nur dem Neubaugebiet zugutekommen, sondern ganz Peretshofen, meinte auch Benjamin Miskowitsch (CSU).

Auf die Frage einer Bürgerin, welche Kosten auf die Anwohner zukommen, meinte Heckl, eine Aussage darüber sei jetzt noch zu früh. Sie könne erst gemacht werden, wenn der Straßenplaner die Kosten geschätzt habe. Heckl kündigte ohnehin eine Anliegerversammlung an, bei der die Kosten für die Straßenherstellung erläutert werden.

Die Diskussion der Gemeinderäte nach Vorstellung der Änderungen des Bebauungsplans könnte man mit der Aussage von Altbürgermeister Johann Thurner (BGM) über die Dachformen zusammenfassend überschreiben: „Peretshofen ist nicht Mammendorf, ich würde nicht ohne Not von den Satteldächern weggehen.“ Auch Heckl meinte, dass im Ortsteil der dörfliche Charakter noch ausgeprägter sei.

Am Ende stimmte der Gemeinderat dem Antrag von Thurner zu. Bevor die Bauplanung auf den Weg gebracht wird, soll die Straßenplanung sowie die Wasserver- und Entsorgung geklärt werden. Da müsse man Vorsorge treffen und für jedes Gebäude ein Rückhaltebecken fordern. (dm)

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